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03. Damals Stadtgespräch – und heute?

Aktualisiert: Juni 20

Sie kamen nach Kafarnaum. Gleich am darauf  folgenden Sabbat ging Jesus in die Synagoge und sprach dort zu den Menschen. Sie waren von seiner Lehre tief beeindruckt, denn er lehrte sie nicht wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht.

In der Synagoge war auch ein Mann, der einen bösen Geist hatte. Er schrie: „Was willst du von uns, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns zugrunde zu richten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“ „Schweig!“, befahl ihm Jesus. „Verlass diesen Mann!“ Da riss der böse Geist den Mann hin und her und verließ ihn mit einem lauten Schrei.

Alle waren erstaunt und erschrocken, und einer sagte zum anderen: „Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet. Sogar den bösen Geistern befiehlt er, und sie gehorchen ihm!“ Bald gab es im gesamten Gebiet von Galiläa keinen Ort mehr, an dem man nicht von Jesus sprach.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 1, Verse 21-28


In der letzten Etappe lasen wir, dass Jesus nun mit seinen Jüngern, seinen „Schülern“, unterwegs war. Erwartungsgemäß ging er am Sabbat, dem wöchentlichen Ruhetag der Juden, zur Synagoge. Das ist eine Lehrstätte, in der man sich an diesem Tag zum gemeinsamen Gottesdienst trifft. Es war durchaus üblich, dass ein umherreisender, lehrender Rabbi dort das Wort ergriff. Aber der weitere Verlauf der Geschichte sorgte damals für großes Aufsehen: Jesus lehrte völlig anders. Die Leute spürten förmlich die Autorität, die in seinen Worten lag.

Dann folgte ein unvorhersehbarer Zwischenfall mit einem verhaltensauffälligen Mann. Die Leute kannten ihn, helfen konnten sie ihm jedoch nicht. Da gab es eine höhere Macht, etwas Böses, Teuflisches, das diesen Mann fest im Griff hatte. Dass dieser Mann völlig ausrastete und im Gottesdienst herumschrie, war schlimm. Aber die Leute erschraken weitaus mehr darüber, wie Jesus reagierte. Er befahl einfach und alle Anwesenden erlebten die sofortige Veränderung. Eine nachhaltige Heilung dieses aussichtslosen Zustandes – bewirkt durch einige gesprochene Worte? Die Menschen waren überrascht, aufgerüttelt aus ihrem gewohnten Leben. Sie redeten darüber mit jedem, den sie trafen. – Und wie als Beweis war da jener Mann, der sich nun völlig gesund und normal aufführte. Diese Wesensänderung stand ihnen täglich vor Augen, sie ließ sich nicht wegdiskutieren. Auf souveräne, menschenfreundliche Weise zeigte Jesus seine Macht. Er half in auswegloser Not. – Diese Begebenheit war eine Proklamation seiner göttlichen Autorität.

Das war damals – was bringt uns das heute? Jesus macht deutlich, dass er mehr als Worte hat, er hat die Macht, von bösen Zwängen zu befreien. Wenn diese Geschichte mit Jesus wahr ist, wenn Jesus göttliche Autorität hat, wenn er heute genauso souverän und menschenfreundlich agiert, dann ist das für Sie erfahrbar. Was werden Sie tun, wenn Sie plötzlich überrascht feststellen, dass Jesus kein Hirngespinst ist, sondern praktische Realität? Wegschauen und das Offensichtliche lächerlich machen? Oder sich der nicht für möglich gehaltenen Realität stellen und mit Jesus persönlich Kontakt aufnehmen? Sie können jederzeit und an jedem Ort mit Jesus reden. Sie brauchen dazu keine besonderen Worte, er wird Sie verstehen.


Tamara Schüppel


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