Suche

61. Ich will leben – Sie auch?

Die Sadduzäer waren einflussreiche, religiöse Juden. Viele von ihnen hatten hohe religiöse Ämter inne. Sie entstammten meist der Oberschicht des Volkes. Sadduzäer passten sich oft der hellenistischen Lebensweise der Römer an und arbeiteten politisch mit ihnen zusammen. Sie waren die Gegenbewegung zu den Pharisäern und lehnten Übernatürliches weitgehend ab. So bestritten sie beispielsweise die Auferstehung nach dem Tod. Aber auch sie sind dabei, wenn es gegen Jesus geht:

Dann kamen einige Sadduzäer zu Jesus. Diese religiöse Gruppierung behauptete, es gäbe keine Auferstehung nach dem Tod. Sie fragten: „Rabbi, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt, aber keine Kinder, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun waren da sieben Brüder. Der älteste von ihnen heiratete und starb kinderlos. Daraufhin nahm der zweite Bruder die Witwe zur Frau. Doch auch er starb bald und hinterließ keine Kinder. Beim dritten war es ebenso. Keiner der sieben hinterließ Nachkommen. Zuletzt starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun nach der Auferstehung sein? Denn alle waren ja mit ihr verheiratet.“ Jesus erwiderte: „Ihr irrt euch, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt. Denn wenn die Toten auferstehen, heiraten sie nicht mehr, sondern werden wie die Engel im Himmel sein. Was aber nun die Auferstehung aus den Toten überhaupt betrifft: Habt ihr nicht bei Mose gelesen, wie Gott am Dornbusch zu ihm sagte: ‚Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.‘ Das heißt doch: Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden! Ihr seid schwer im Irrtum!“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 12, Verse 18-27

Die Anweisung des Mose, die die Sadduzäer zitieren, stammt aus einer Zeit, in der die sogenannte Schwagerehe gesellschaftlich sinnvoll war. – Aber Jesus kommt in seiner Antwort sofort zum Kernpunkt: „Ihr irrt euch, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt.“

Man kann flüssig die Bibel zitieren, ein hohes religiöses Amt bekleiden und zugleich von Jesus die Beurteilung bekommen: „Schwer im Irrtum“. Klingt wie „Ungenügend“ – „Durchgefallen“. Messpunkt der Beurteilung ist das grundlegende Begreifen der Macht Gottes.

Kennen Sie die Macht Gottes? Bewegt diese Kraft in Ihrem Leben etwas?

Mit seinen Ausführungen manifestiert Jesus die Auferstehungshoffnung. Er erklärt, dass Auferstehung kein Wiederaufbau unseres irdischen Lebens ist. Es geht um eine für uns derzeit nicht fassbare Dimension: „Wie die Engel im Himmel“. Auferstehung ist ein Wunder der Macht Gottes, jener Kraft, die Sadduzäer weitgehend anzweifelten. Jesus sagt, dass Gott ein Gott von Lebenden ist. Gott begegnet dem Tod als Feind. Jesus besiegte den Tod, der als Folge für die Sünde in Gottes Schöpfung kam (vgl. Römer 5,12 und 17-18 sowie 1.Korinther 15,26).

Deshalb kann man bei Jesus nicht neutral bleiben: Entweder Sie wählen das Leben und Jesus, den Wegbereiter zum Leben. Dieses Leben beinhaltet Auferstehung durch Gottes Macht. Oder Sie wählen die Gottesferne und damit den ewigen Tod. Dieser Tod ist jedoch keine Auslöschung der Existenz (vgl. Johannes 5,29).

Ich will leben, Sie auch?


Tamara Schüppel

Schreiben Sie mir eine E-Mail

mit Ihren Kommentaren und Fragen.

Ich freue mich über Ihre Nachricht!

Darf ich mich als Ihr

Erkundungstour-Begleiter

vorstellen?