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63. Gott ist unendlich größer

Aktualisiert: vor 6 Tagen

In unserem nächsten Bibeltext ist vom ‚Heiligen Geist‘ die Rede. Der Heilige Geist oder auch Geist Gottes wird bereits ganz am Anfang der Bibel erwähnt. Es bleibt ein Verständnisproblem: „Der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr.“ sagte Jesus und zitierte damit eine Bibelstelle aus dem Alten Testament (vgl. Markus 12,29 und Deuteronomium 6,4) Es gibt nur einen Gott. Dennoch zeigt uns die Bibel drei Personen Gottes: Gott, den Vater – Gott, den Sohn (Jesus) – und Gott, den Heiligen Geist. Christen nennen dieses Phänomen Dreieinigkeit. Die drei Personen sind untrennbar miteinander verbunden – also ein Gott. Jedoch ist der Vater nicht Sohn und der Sohn nicht Heiliger Geist… Viele Bibelstellen beschreiben diese Tatsache. Trotzdem können wir die Wesenseinheit Gottes nicht erfassen, weil Gott, der Schöpfer des Universums, unendlich viel größer ist, als Menschen zu denken imstande sind.

Als Jesus später im Tempel lehrte, stellte er eine Frage an alle: „Wie können die Gesetzeslehrer behaupten, der Messias sei der Sohn Davids? David hat doch, geleitet vom Heiligen Geist, gesagt: ‚Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setz dich an meine rechte Seite, bis ich deine Feinde zu einer Fußbank für dich gemacht habe.‘ Wenn David ihn also Herr nennt, wie kann er dann gleichzeitig sein Sohn sein?“ Die große Menschenmenge hörte ihm begierig zu. Er belehrte sie weiter und sagte: „Hütet euch vor den Gesetzeslehrern! Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändern und erwarten, dass man sie auf den Märkten ehrerbietig grüßt. In der Synagoge sitzen sie in der vordersten Reihe, und bei Gastmählern beanspruchen sie Ehrenplätze. Gleichzeitig aber verschlingen sie den Besitz schutzloser Witwen und sprechen scheinheilig lange Gebete. – Ein sehr hartes Urteil wird sie erwarten!“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 12, Verse 35-40

Jesus zeigt einen scheinbaren Widerspruch auf. Der Messias hat einerseits eine natürliche Abstammung – er ist ein Nachkomme Davids und damit Mensch. Gleichzeitig hat der Messias ein göttliches Wesen – er ist Gott. Jesus ist dieser Messias, das erfuhren wir in Etappe 38 und 42. Mit seiner Frage weist er auf die Begrenztheit menschlichen Denkens hin. Er versucht nicht, etwas zurecht zu deuten, bis es in menschliche Vorstellungen passt.

Wenn wir uns mit Gott beschäftigen, werden wir an die Grenzen unseres Verstandes stoßen. Es nützt nichts, die Hände vors Gesicht zu halten und laut zu propagieren, dass es nicht gibt, was man nicht begreifen kann. Die Welt, die ich mit geschlossenen Augen nicht sehe, existiert dennoch.

Stattdessen habe ich mich entschlossen, die Wahrheit zu akzeptieren und mit Jesus auf Erkundungstour zu gehen. Selbst wenn viele Fragen offenbleiben: Ich kann Jesus vertrauen, weil er Gott ist. Er kennt die Antworten, die Menschen nicht erfassen können. Und er sagte, das Wichtigste, was bei Gott zählt, ist Agape-Liebe (vgl. Etappe 61; Markus 12,28-34). Deshalb warnte Jesus vor jenen lieblosen religiösen Leuten, die Achtung beanspruchen für ihre scheinbar fromme Lebensweise. Sie sind Heuchler, die letztlich sich selbst dienen, nicht Gott, bei dem Agape-Liebe zählt.

Kommen Sie mit: „Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken.“ Unbekannt

Tamara Schüppel

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