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65. Achtung Gefahr!

In den folgenden Etappen beschäftigen wir uns mit Kapitel 13 des Markusevangeliums. Jesus möchte seine Schüler auf etwas aufmerksam machen. Damit wir das gut verstehen, ist es hilfreich, zunächst den Textzusammenhang durchzulesen, am besten das ganze Kapitel. In dieser Etappe sehen wir uns die ersten Verse genauer an:

Als Jesus den Tempel wieder verließ, sagte einer von seinen Jüngern: „Rabbi, sieh doch! Was für gewaltige Steine und was für herrliche Bauten!“ Jesus sagte zu ihm: „Du bewunderst diese großen Gebäude? Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben; es wird alles zerstört werden.“ Als er später auf dem Ölberg saß und zum Tempel hinüberblickte, kamen Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas zu ihm und fragten: „Wann wird das alles geschehen? Gibt es ein Zeichen, an dem wir erkennen können, wann es sich erfüllen wird?“ „Gebt Acht, dass euch niemand irreführt!“, erwiderte Jesus. „Viele werden unter meinem Namen auftreten und von sich sagen: ‚Ich bin es!‘ Damit werden sie viele verführen. Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen hört oder wenn Kriegsgefahr droht. Das muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Staat den anderen angreifen. In vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben und Hungersnöte geben. Doch das ist erst der Anfang – der Beginn von Geburtswehen…“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 13, Verse 1-8

Zunächst sagt Jesus die Zerstörung des Tempels voraus, die sich etwa 40 Jahre später auf schreckliche Weise durch die Römer erfüllte. Jesus meinte den Jüdischen Krieg im Jahre 70 n. Chr. Und seine Aussagen reichen weit darüber hinaus. Inwiefern ist dieser Text für uns relevant?


Die Corona-Pandemie zeigt uns ganz aktuell, dass wir nicht in einer heilen Welt leben. Es ist naiv zu glauben, dass Not, Krankheit und Leid einen Bogen um uns machen werden. Es ist auch sinnlos, diese Gedanken zu verdrängen, bis uns die Tatsachen einholen.


Welche Hilfe bietet Jesus in furchterregenden Zeiten? In unserem Textabschnitt nennt Jesus zwei wichtige Dinge:


  1. Jesus sagt, dass seine Schüler, die sich für ein Leben mit Jesus entschieden haben, sich nicht davon abbringen lassen sollen. Er sagt, dass es Menschen geben wird, die Jesus imitieren werden.

  2. Jesus benennt reale Gefahren. Er beschönigt nichts. Gleichzeitig sagt er, dass seine Schüler nicht erschrecken sollen, wenn diese furchtbaren Zeiten eintreffen.


Ist das billiger Trost? Ich denke nicht. Die Jünger waren mit Jesus unterwegs und wussten, dass Jesus Gott ist: Sie hatten erlebt, dass er Macht über Naturgewalten hat (Etappen 22; 30; 48), dass Krankheiten für ihn kein Problem sind (Etappen 3; 4; 7; 8…), dass er Raum und Zeit durchbrechen kann (Etappen 40; 41). Selbst der Tod kann Jesus nicht einengen (Etappen 25; 45).


Die Bindung an Jesus, der die Situation beherrscht und gleichzeitig um unser Bestes besorgt ist, bietet echten Schutz. Uns kann viel Schlimmes passieren. Jeder ist verletzlich. Angst ist die normale Reaktion auf unsere Hilflosigkeit. Aber Jesus beherrscht notvolle Situationen. Bedeutet das, dass Christen immer ein Happy End erleben? Lesen Sie in den nächsten Etappen weiter.

Tamara Schüppel

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