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72. Begnadigt – Gott sei Dank!

Weshalb die Israeliten das Passahfest feiern, beschäftigte uns in Etappe 69. Auch Jesus feiert mit seinen Schülern. Aber mitten im traditionellen Festablauf gestaltet er etwas Neues:

Noch während sie aßen, nahm Jesus ein Fladenbrot und lobte Gott darüber. Er brach es, reichte es den Jüngern und sagte: „Nehmt, das ist mein Leib.“ Dann nahm er einen Kelch, dankte Gott und reichte ihnen auch den. Alle tranken daraus. Er sagte: „Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Und ich versichere euch, dass ich bis zu dem Tag, an dem Gott seine Herrschaft aufrichtet, keinen Wein mehr trinken werde. Dann allerdings werde ich es neu tun.“ Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 14, Verse 22-26

Jesus feiert mit seinen Schülern nicht länger die Befreiung des Volkes aus Ägypten. Er feiert mit ihnen ihre persönliche Befreiung von Schuld und Sünde. Jesus weiß, dass die Voraussetzung für den neuen Bund zwischen Gott und Menschen in wenigen Tagen vollendet sein wird. Deshalb zeigt er seinen Schülern vorab, was sie erst nachträglich begreifen. Fassen wir die gute Botschaft von Gott zusammen:

· Jesus selbst ist Gott, das begriffen Menschen, die mit ihm unterwegs waren; das verstanden Leute, die ihn erlebten; das erkannte jeder, der nicht willentlich diese Wahrheit ablehnte.

· Jesus wurde ein Mensch wie wir. Aber ihn trennte keine Sünde von Gott. Das Böse umgab ihn, aber es war nicht in ihm, wie bei jedem von uns. Tod, Ungerechtigkeit, Leid und Krankheit kamen in die Welt, weil der Mensch sich für Trennung von Gott, für Sünde, entschied.

· Der gerechte Gott kann nicht einfach Ihre und meine Sünde „übersehen“, weil es uns leidtut. Dann wäre er nicht gerecht. Die Folge der Sünde, die jeder von uns tut, ist ewige Gottesferne.

· Das wollte Gott nicht endgültig so stehenlassen. Er liebte seine Geschöpfe zu sehr. Er fand die juristisch exakte Lösung: Jesus, der sündlose Sohn Gottes, musste anstelle der schuldigen Menschen bestraft werden.

· Jesus nahm das Urteil freiwillig an, aus Liebe zu uns. Er wollte, dass Menschen wieder dem gerechten Gott begegnen können. Jesus bietet uns Rettung an, er zwingt uns nicht.

Ich weiß, dass Jesus Gott ist, weil ich es ehrlich wissen wollte. Gott sei Dank, Jesus bietet auch mir Rettung aus der ewigen Gottesferne an. Weil er stellvertretend für mich bestraft wurde, bin ich meine Sünde los. Gott begnadigt mich! Ich habe den Bund mit Gott geschlossen, von dem Jesus sprach. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!!! Tod, Ungerechtigkeit, Krankheit und Leid werden für mich einmal vollständig zu Ende sein: In Gottes Herrlichkeit, wo er regiert. Bis dahin bin ich mit Jesus unterwegs.

Christen erinnern sich an ihren Retter, wenn sie Abendmahl feiern. Dabei symbolisiert das Brot den Körper von Jesus, der am Kreuz „zerbrochen“ wurde. Der Wein ist ein Symbol für sein Blut. Feiern darf jeder, der Jesus Christus als seinen persönlichen Retter kennt und mit ihm unterwegs ist. Sind Sie dabei?

Tamara Schüppel

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