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69. Beziehungsorientiert

Bis heute feiern die Israeliten das Passahfest. Es erinnert an ein historisches Ereignis ca. 1400 Jahre vor Chr. Im biblischen Buch Exodus (auch 2. Buch Mose genannt) erfahren wir in den Kapiteln 12 und 13 die spannende Geschichte, die diesem Fest sowie der Festwoche der „Ungesäuerten Brote“ zugrunde liegt. Es ist ein Fest zu Ehren Gottes, der damals machtvoll ein ganzes Volk aus der grausamen Sklaverei in Ägypten befreite. Unser fortlaufender Bibeltext, der vom Leben Jesu kurz nach Beginn unserer Zeitrechnung berichtet, nimmt Bezug auf dieses Fest.


Es waren nur noch zwei Tage bis zum Passahfest und der darauffolgenden Festwoche der „Ungesäuerten Brote“. Die Hohen Priester und die Gesetzeslehrer suchten immer noch nach einer Gelegenheit, Jesus heimlich festzunehmen und dann töten zu können. „Auf keinen Fall darf es während des Festes geschehen“, sagten sie, sonst gibt es einen Aufruhr.“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 14, Verse 1-2


Wie eine kurze Zwischenbilanz lesen wir diese Verse über das Vorhaben der religiösen Führer. Wenn Sie schon länger mit mir auf „Erkundungstour“ unterwegs sind, dann wissen Sie, dass diese Leute Jesus hinterfragten. Leider ging es dabei nicht um das ehrliche Herausfinden der Wahrheit. Jesus wollte und will bis heute Menschen aufwecken aus ihrem Alltagstrott. Er möchte, dass wir herausfinden, dass er Gott ist. Er möchte, dass diese Erkenntnis gute, praktische Folgen in unserem Leben hat. Aber die religiösen Führer in unserem Bibeltext wollten das Offensichtliche nicht wahrhaben. Deshalb kämpfen sie gegen die Wahrheit. Niemand darf sehen, wie gut Jesus ist; niemand soll erkennen, dass er göttliche Autorität hat: Sie versuchen, ihm Fallen zu stellen; sie versuchen, ihn loszuwerden; sie versuchen, ihn zu töten.


Wie oft versuchen wir, die Wahrheit zurechtzubiegen, die uns nicht passt?

  • Beispiel 1: ‚Es gibt keinen Gott.‘ Wenn eindeutige Hinweise für das Gegenteil auftauchen: Es darf keinen Gott geben. Ich will nicht darüber nachdenken.

  • Beispiel 2: ‚Gott ist so, wie ich es mir anhand meiner Kenntnisse vorstelle.‘ Wenn eindeutige Hinweise auftauchen, dass ich vielleicht etwas falsch verstanden habe, weil der Schöpfer des Universums nicht vollständig mit meinem Denken erfassbar ist: Das selbstgebastelte Bild von Gott wird verteidigt. Ich lebe in meiner Theorie und für meine Theorie. Mit einer Gottesbeziehung und der Realität hat das wenig zu tun.

Jesus will jedoch persönliche Beziehung erreichen. Ohne persönliche Gottesbeziehung landen wir trotz aller Intelligenz und gutem Willen, trotz theologischem Wissen und bester Bibelkenntnis in der Gottesferne. Gottesferne, da bewegten sich die religiösen Führer in unserem Bibeltext hin. Gottesferne hat Konsequenzen über dieses Leben hinaus.

Deshalb möchte ich beziehungsorientiert leben: Mit Jesus auf Erkundungstour. Jeden Tag rede ich mit ihm über meine Freuden, meine Probleme und Sorgen. Ich spreche mit ihm auch über die Sorgen meiner Freunde oder über Entwicklungen in Politik und Gesellschaft. Ich lese in der Bibel, wie Gott sich den Menschen wünscht, wovor er warnt und was er rät – und ich richte mich konsequent danach. Ich frage ihn, wie ich etwas besser und sinnvoller nach seinen Maßstäben gestalten könnte und ich bekomme auf ehrliche Fragen eine Antwort.



Tamara Schüppel

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