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48. Corona-Auszeit

Aktualisiert: Juni 20

Derzeit beherrscht das Thema Coronavirus nicht nur die Medien, auch unser Alltag verändert sich plötzlich: Quarantäne, „Sonderferien“ mit Homeschooling, Fußball ohne Fans… Manch einer hat plötzlich freie Zeit statt drängender Termine, während andere mit ansteigendem Arbeits- und Organisationsaufwand kämpfen. Die näher rückende Krankheitswelle, die keiner im Griff hat, verunsichert uns. Keiner weiß, was auf uns zukommt.


Ich bin dankbar für unser hochwertiges Gesundheitssystem und die vielen Menschen, die als medizinische Fachkräfte motiviert anderen helfen. Ich bin auch dankbar für Menschen, die jetzt Verantwortung übernehmen und teilweise unpopuläre Entscheidungen treffen, damit Menschenleben bestmöglich geschützt werden. Aber trotzdem sterben auch hier in Deutschland Menschen – übrigens nicht nur am Coronavirus!


„Ist es dir egal, dass wir umkommen?“, so schrien die Schüler damals Jesus entgegen, während sie mit Naturgewalten um ihr Leben kämpften. Aus aktuellem Anlass möchte ich diese Begebenheit nochmals mit Ihnen lesen:

Am Abend jenes Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Wir wollen ans andere Ufer fahren!“ … Plötzlich brach ein schwerer Sturm los, so dass die Wellen ins Boot schlugen und es mit Wasser volllief. Jesus aber schlief im Heck auf einem Kissen. Die Jünger weckten ihn und schrien: „Rabbi, macht es dir nichts aus, dass wir umkommen?“ Jesus stand auf, herrschte den Sturm an und sagte zum See: „Schweig! Sei still!“ da legte sich der Wind und es trat völlige Stille ein. „Warum habt ihr solche Angst?“, fragte Jesus. „Habt ihr immer noch keinen Glauben?“ Da wurden sie erst recht von Furcht gepackt und flüsterten einander zu: „Wer ist das nur, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?“

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 4, Verse 35 und 37-40


Es ist eine Tatsache, dass wir uns vor bedrohlichen Ereignissen fürchten, dass wir besorgt sind um unser Leben. Christen, die ihr Leben mit Jesus gestalten, haben offensichtlich auch keine Happy-End-Garantie! Damals nicht und heute nicht. Gibt es dabei einen entscheidenden Unterschied?


Was wäre, wenn Sie jemanden kennen würden, der die ganze Corona-Krise sicher beherrscht und gleichzeitig um Ihr Bestes besorgt ist? Es wäre zunächst entlastend. Sie könnten sich den herausfordernden Tagesaufgaben stellen, ohne sich ständig um Dinge zu sorgen, die Sie nicht in der Hand haben.


Dennoch bleiben Fragen offen. Auch die Schüler von Jesus erlebten nicht immer ein Happy End. In der Bibel wird wiederholt davon berichtet. Viele traurige und schreckliche Dinge erleben Menschen – unabhängig davon, ob sie mit Jesus unterwegs sind oder nicht. Das hängt mit der freien Entscheidung der ersten Menschen zusammen, ihr Leben unabhängig von Gott gestalten zu wollen. Gott akzeptierte diese Entscheidung damals am Beginn der Menschheitsgeschichte. Seitdem belasten und bedrohen Not, zwischenmenschliche Probleme, Krankheit und Tod unser Leben. Gott lässt das zu, damit wir sehen, was Trennung von Gott für Folgen hat. Und nein, es ist ihm nicht egal, wenn Menschen leiden.


Jesus bietet uns seine persönliche Hilfe zur Lebensbewältigung an. Ich bin mit Jesus unterwegs und ich möchte das niemals missen! Ich lebe mit den gleichen Problemen, in den gleichen Schwierigkeiten wie Leute ohne Gott, aber Jesus wird mich niemals allein lassen damit. Er kümmert sich um mich mitten in Sorgen und Belastungen. Jedoch geht es mir häufig wie den Schülern damals: Ich sehe unlösbare, bedrohliche Hindernisse und habe Angst. Wie die Schüler damals vertraue ich Jesus oft nur so weit, wie ich die Situation im Griff habe. Was für ein Unsinn! Aber ich lerne – genau wie die Schüler damals. Und ich rede mit Jesus darüber.


Und wissen Sie, was das Allerbeste ist? Jesus verwies darauf, dass er Macht über den Tod hat. Er ist auferstanden! Das feiern die Christen zu Ostern. Jesus will, dass dort, wo er ist, auch die sein werden, die sich für ein Leben mit ihm entscheiden (vgl. Johannes-Evangelium 17,24). Dazu zwingt er niemanden, Ihre freie Entscheidung ist ihm wichtig. Jedoch wird Ihre Existenz nicht mit dem Tod ausgelöscht. „Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen! Das Ewige regt sich fort in allen…“ Mit dieser dichterischen Aussage hatte Goethe recht.


Trennung von Gott hat immer böse, lebensfeindliche Folgen, für den einzelnen Menschen wie auch für sein gesamtes Umfeld. Sie und ich können jetzt und hier entscheiden, ob wir Jesus um Hilfe bitten oder selbstbestimmt weiterleben.


Tamara Schüppel

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