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77. Das tat ich für dich…

… was tust du für mich? - So lautet die Bildunterschrift unter einem historischen Gemälde mit dem leidenden Jesus. Eine passende Herausforderung für unseren Textabschnitt!

Früh am nächsten Morgen traten die Hohen Priester mit den Ratsältesten und den Gesetzeslehrern – also der ganze Hohe Rat – zusammen und übergaben ihn Pilatus. Pilatus fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ – „Es ist so, wie du sagst“, erwiderte Jesus. Daraufhin brachten die Hohen Priester schwere Beschuldigungen gegen ihn vor. Doch Pilatus fragte ihn noch einmal: „Hast du nichts dazu zu sagen? Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen?“ Aber zu seinem Erstaunen sagte Jesus kein Wort mehr.

Nun war es üblich, dass der Statthalter jedes Jahr zum Passafest einen Gefangenen freiließ, den das Volk bestimmen durfte. Damals saß gerade ein Mann namens Barabbas im Gefängnis, der bei einem Aufstand zusammen mit anderen einen Mord begangen hatte. Als nun die Menschenmenge zum Palast des Pilatus hinaufzog und von ihm verlangte, wie üblich einen Gefangenen zu begnadigen, fragte er sie: „Soll ich euch den König der Juden losgeben?“ Er wusste ja, dass die Hohen Priester ihm Jesus nur aus Neid ausgeliefert hatten. Doch die Hohen Priester hetzten die Menge auf, lieber die Freilassung von Barabbas zu fordern. „Wenn ich den freilasse“, sagte Pilatus, „was soll ich dann mit dem tun, den ihr König der Juden nennt?“ „Kreuzigen!“, schrien sie. „Aber warum?“, fragte Pilatus. „Was hat er denn verbrochen?“ Doch sie schrien nur noch lauter: „Kreuzige ihn!“ Pilatus wollte die Menge zufriedenstellen und gab ihnen Barabbas frei. Jesus aber ließ er mit der schweren Lederpeitsche geißeln und übergab ihn dann den Soldaten zur Kreuzigung.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 15, Verse 1-15

Die Peitsche der Römer bestand aus einem Stock mit schmalen Lederriemen, in die Bleistücke oder scharfe Knochensplitter eingeflochten waren. Die Geißelung endete oft mit dem Tod des Gequälten. Aber für Jesus geht es weiter zur Kreuzigung.

Was bedeutet dieses Geschehen für Sie

  • … wenn Sie ein neugieriger Erkunder sind? Vielleicht wussten Sie bisher nicht, dass Jesus, der Sohn Gottes, eine persönliche Beziehung zu Ihnen sucht. Aber nun erfahren Sie es: Bitte suchen Sie keine Ausrede, antworten Sie Jesus.

  • … wenn Sie ein zielstrebiger Erkunder sind? Jesus vereint in sich vollkommene Gerechtigkeit und bedingungslose Liebe. Er ist Gott. Jesus hielt die grausame, ungerechte Behandlung freiwillig aus, damit die Beziehung kaputter Mensch und heiliger Gott möglich ist. Das tat er für Sie und mich! Was werden wir antworten? Meine Antwort ist die beständige Bindung an diesen freundlichen, persönlichen und liebevollen Gott. Jesus möchte ein ewiges Miteinander, es endet nicht mit dem Tod.

  • … wenn Sie ein kritischer Erkunder sind? Vielleicht denken Sie, dass dieses Geschehen vor 2000 Jahren nichts mit Ihnen persönlich zu tun hat. Gesetzt den Fall, es gibt einen Gott, der so weit geht, um mit Ihnen in Kontakt zu treten: Wollen Sie achtlos daran vorbeigehen? Was werden Sie im Gegenzug tun, um die Wahrheit herauszufinden?

Ich wünsche mir, dass wir alle die persönliche Herausforderung annehmen:

„Das tat ich für dich – was tust du für mich?“

Tamara Schüppel

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