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66. Diskriminierung wegen Freudenbotschaft

Jesus sieht die Zukunft vorher und warnt seine Schüler vor falschen Erwartungen. Wir beschäftigen uns ab Etappe 65 mit dieser Rede; bitte beachten Sie den Gesamtzusammenhang.

„… Und was euch angeht, so macht euch darauf gefasst, vor Gericht gestellt und in Synagogen ausgepeitscht zu werden. Weil ihr zu mir gehört, werdet ihr euch vor Machthabern und Königen verantworten müssen. Doch auch sie müssen ein Zeugnis von mir hören. Aber zuerst muss die Freudenbotschaft unter allen Völkern bekanntgemacht werden. Und wenn sie euch verhaften und vor Gericht stellen, dann macht euch vorher keine Sorgen, was ihr sagen sollt. Sagt einfach das, was euch dann eingegeben wird. Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Heilige Geist.

Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder. Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie in den Tod schicken. Und weil ihr euch zu mir bekennt, werdet ihr von allen gehasst werden. Aber wer bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet.

Wenn ihr aber das ‚Scheusal der Verwüstung‘ stehen seht, wo es nicht stehen sollte – wer das liest, der merke auf! –, dann sollen die Einwohner Judäas in die Berge fliehen. Wer auf seiner Dachterrasse sitzt, soll keine Zeit damit verlieren, noch etwas aus dem Haus zu holen; und wer auf dem Feld ist, soll nicht mehr zurücklaufen, um seinen Umhang zu holen. Am schlimmsten wird es dann für schwangere Frauen und stillende Mütter sein. Betet darum, dass das alles nicht im Winter geschieht! Denn jene Tage werden so schrecklich sein, dass sie alles übertreffen, was je geschah, seit Gott die Welt geschaffen hat. Auch danach wird es eine solche Bedrängnis nie mehr geben. Wenn der Herr diese Zeit nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch gerettet werden. Seinen Auserwählten zuliebe aber hat er die Zeit verkürzt.

Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Schaut her, da ist der Messias!‘ oder: ‚Seht, er ist dort!‘, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Messiasse und falsche Propheten auftreten. Sie werden sich durch Zeichen und Wundertaten ausweisen und würden sogar die Auserwählten verführen, wenn sie es könnten. Gerade ihr müsst euch also vorsehen! Ich habe euch alles vorausgesagt. …“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 13, Verse 9-23

Einige dieser Vorhersagen treffen erneut auf den Jüdischen Krieg um 70 n. Chr. zu. Allerdings halte ich vage Deutungsversuche dieses Textes für unnötig. Hingegen denke ich, Jesus lässt bewusst Freiräume, diese Warnung viel umfassender zu verstehen. Dabei stehen nicht chronologische Abläufe im Vordergrund, sondern die Themen selbst, die zu verschiedenen Zeiten für ganz unterschiedliche Menschen wichtig sind.

Einige Impulse zum Nachdenken:

  • Jesus sagt, dass seine Nachfolger heftige zusätzliche Nachteile im Leben hinnehmen müssen. An vielen Orten der Erde erleben Christen solche Diskriminierung derzeit hautnah.

  • Leider waren es in der Geschichte häufig auch sogenannte Christen, die andere Christen unterdrückten und bedrohten. Wer gehört zum echten Jesus? Sogar Zeichen und Wunder sind keine verlässliche Beglaubigung.

  • Jesus sagt, dass letztlich alle Nachteile, die Jesus-Nachfolger wegen ihres Glaubens hinnehmen, zu einem lohnenden Ende führen: Die Rettung.

Rettung vor der ewigen Gottesferne hat unschätzbaren Wert! Jesus, der die Zukunft global vorhersieht und gleichzeitig um das Schicksal des Einzelnen besorgt ist, gibt diese lohnende Perspektive. Lesen Sie in den nächsten Etappen mehr darüber.

Tamara Schüppel

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