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73. Durch Angst und Grauen

Nach dem Abendmahl ist Jesus mit seinen Schülern in Richtung Ölberg unterwegs.

„Ihr werdet mich alle verlassen“, sagte Jesus zu ihnen, „denn es steht geschrieben: ‚Ich werde den Hirten erschlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.‘ Aber nach meiner Auferstehung werde ich nach Galiläa vorausgehen.“ Da sagte Petrus zu ihm: „Und wenn alle dich im Stich lassen – ich niemals!“ „Ich versichere dir“, erwiderte Jesus, „du wirst noch heute Nacht, noch bevor der Hahn zweimal gekräht hat, mich dreimal verleugnen.“ „Nein!“, erklärte Petrus mit aller Entschiedenheit. „Und wenn ich mit dir sterben müsste! Niemals werde ich dich verleugnen!“ Das Gleiche beteuerten auch alle anderen.

Sie kamen an einen Olivenhain namens Getsemani. Dort sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Setzt euch hierhin, bis ich gebetet habe.“ Petrus, Jakobus und Johannes jedoch nahm er mit. Auf einmal wurde er von schrecklicher Angst und von Grauen gepackt und sagte zu ihnen: „Die Qualen meiner Seele bringen mich fast um. Bleibt hier und haltet euch wach!“ Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter, warf sich auf die Erde und bat Gott, ihm diese Leidensstunde zu ersparen, wenn es möglich wäre. „Abba, Vater“, sagte er, „dir ist alles möglich. Lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen! Aber nicht, wie ich will, sondern wie du willst.“ Als er zurückging, fand er die Jünger schlafend. „Simon“, sagte er zu Petrus, „du schläfst? Konntest du nicht eine einzige Stunde mit mir wachen? Seid wachsam und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber der Körper ist schwach.“ Danach ging er wieder weg und betete noch einmal dasselbe. Als er zurückkam, fand er sie wieder eingeschlafen. Sie konnten ihre Augen vor Müdigkeit nicht offenhalten und wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. Als er das dritte Mal zurückkam, sagte er ihnen: „Schlaft ihr immer noch? Ruht ihr euch immer noch aus? Genug damit, es ist so weit! Die Stunde ist gekommen. Jetzt wird der Menschensohn den Sündern in die Hände gegeben. Steht auf, lasst uns gehen! Der Verräter ist schon da.“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 14, Verse 27-42

Die Begebenheit spricht für sich. Bitte denken Sie in Ruhe nach. Sollten Sie Fragen haben, schreiben Sie mir gern.

Ich möchte jetzt mit Jesus darüber reden:

Jesus, du hattest göttliche Autorität; in deinem Wesen gab es weder Schuld noch Sünde. Es wäre kein Problem für dich gewesen, dem himmelschreienden Unrecht, der Angst und dem Grauen, das dich packte, ein Ende zu setzen.

Aber du entschiedest dich anders:

  • Aus Liebe zu Gott, deinem Vater. Er wünschte sich herzliche Gemeinschaft zwischen Gott und Menschen, trotz unserer Schuld und Sünde.

  • Und du handeltest aus Liebe zu den Menschen. Jeder Einzelne war für dich wichtig.

Ich bin wertvoll für dich, trotzdem ich mit meiner Sünde zu diesem Grauen, das dich packte, beitrug. Jesus, ich begreife deine Liebe nicht, aber ich danke dir. Jesus, du bist nicht nur der Lehrer und HERR deiner Schüler damals, du bist auch mein HERR. Amen.

(Amen bedeutet übersetzt: So sei es)

Tamara Schüppel

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