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57. Echt-Sein statt Fromm-Schein

Aktualisiert: Juni 20

Können Sie sich auf ein wichtiges Gespräch konzentrieren, während es um Sie herum zugeht wie auf dem Wochenmarkt? Das ist zumindest schwierig. Der Tempel war ursprünglich als besonderer Ort der Gottesbegegnung gedacht. Aber geschäftstüchtige Menschen hatten diese Stätte ‚im Namen der Religion‘ gut vermarktet. Über lange Zeiträume war es zur frommen Tradition geworden, den Tempel auf diese Weise schleichend umzunutzen. Wie geht Jesus mit diesem Missstand um?


In Jerusalem angekommen, ging Jesus in den Tempel und fing an, die Händler und die Leute, die bei ihnen kauften, hinauszujagen. Die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer stieß er um. Er duldete auch nicht, dass jemand etwas über den Tempelhof trug, und erklärte: „In der Schrift heißt es: ‚Mein Haus soll ein Ort des Gebets für alle Völker sein. Aber ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.‘“ Als die Hohen Priester und Gesetzeslehrer davon hörten, suchten sie nach einer Möglichkeit, Jesus zu beseitigen, denn sie fürchteten ihn, weil er das ganze Volk mit seiner Lehre tief beeindruckte.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 11, 15-18


Die Unruhe im Tempel behindert das Beten und Hören auf Gott. Methoden und Dinge stehen im Mittelpunkt und bekommen einen falschen Stellenwert: ‚Zahle für dein Opfertier, beachte die religiösen Vorschriften und Regeln, dann ist Gott mit dir zufrieden‘. Aber ist Gott, der Schöpfer des Universums, wirklich an frommen Traditionen interessiert? Gott schuf die Menschen als sein Gegenüber!


Das emsige Verkaufsgeschehen im Tempel läuft dieser Absicht völlig entgegen. Jesus reagiert zornig und agiert energisch gegen diese Widersprüchlichkeit und Scheinheiligkeit!

Die Händler und die Religionsführer gerieten in Schwierigkeiten durch den von Jesus herbeigeführten Skandal. Trotzdem bot die Situation Chancen zum Umdenken. Aber die Leute trafen eine Entscheidung gegen Jesus. Diese gab ihrem Denken und Handeln die zukünftige Richtung. Weil Jesus aufrüttelt aus beschaulicher Scheinfrömmigkeit, weil er mit Traditionen bricht, deshalb hassten ihn die religiösen Führer und suchten seinen Tod.


Wie gehen wir damit um, dass Jesus echte Gottesbeziehung fordert?


‚Reicht der Kirchgang am Sonntag?‘

‚Darf ich als Christ dieses oder jenes nicht tun, damit Gott mit mir zufrieden ist?‘


Stehen bei solchem Denken nicht genauso Methoden und Dinge im Vordergrund? Es geht nicht um das Einhalten religiöser Formen, um bei Gott abgesichert zu sein. Stattdessen zählt die Herzenshaltung, die Einstellung, die dem Tun zugrunde liegt. Es geht um ganzheitliches Gestalten unseres Lebens gemeinsam mit Jesus, dem Sohn Gottes.


Wir können entweder versuchen, Jesus zu ‚beseitigen‘ – ihn beiseite zu schieben und unbeachtet zu lassen – oder wir können mit Jesus gemeinsam die Scheinheiligkeit aus unserem Leben rauswerfen. Dabei kann es passieren, dass wir anecken und auffallen, weil wir in den Augen kritischer Beobachter nicht alles richtig machen. Ein sklavisches Einhalten von Gesetzen und religiösen Pflichten würde jedoch echtes Leben behindern.


Seien Sie echt: Reden Sie mit Jesus. Fragen Sie ihn, was er über Ihr Leben denkt und was er gern ändern würde. Ehren Sie Gott, indem Sie konsequent tun, was Sie in seinem Wort, der Bibel, als richtig erkannt haben.

Tamara Schüppel

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