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59. Eigentumsrechte beachten!

Aktualisiert: Juni 20

Jesus ist noch immer im Tempel und lehrt. Aber er steht bereits auf der „schwarzen Liste zur Beseitigung“. Deshalb verpackt er die Wahrheit in eine Geschichte. Jeder weiß, wer und was gemeint ist; seine Gegner können nichts gegen eine scheinbar harmlose Geschichte einwenden.

Dann fing Jesus an, ihnen Gleichnisse zu erzählen. Er begann: „Ein Mann legte einen Weinberg an, zog eine Mauer darum, hob eine Grube aus, um Wein darin zu keltern, und baute einen Wachturm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste ab. Als die Zeit gekommen war, schickte er einen seiner Arbeiter zu den Pächtern, um seinen Anteil an der Ernte zu erhalten. Doch die packten den Mann, verprügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort. Da schickte der Eigentümer einen zweiten Arbeiter. Dem schlugen sie den Kopf blutig und beschimpften ihn. Danach schickte er einen dritten; den töteten sie. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden verprügelt, die anderen umgebracht. Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein über alles geliebter Sohn. Den schickte er als letzten zu ihnen, weil er dachte: ‚Meinen Sohn werden sie sicher nicht antasten.‘ Aber die Winzer sagten zueinander: ‚Das ist der Erbe! Kommt, wir bringen ihn um und behalten das Land für uns!‘ So fielen sie über ihn her, töteten ihn und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus. Was wird der Eigentümer des Weinbergs tun?“, fragte Jesus. „Ich sage euch, er wird kommen, sie alle töten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nie die Stelle in der Schrift gelesen: ‚Der Stein, den die Fachleute als unbrauchbar verworfen haben, ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr getan; es ist ein Wunder für uns.‘?“ Daraufhin hätten sie Jesus am liebsten festgenommen, denn es war ihnen klar, dass er sie mit diesem Gleichnis gemeint hatte. Aber sie fürchteten das Volk, deshalb ließen sie ihn in Ruhe und gingen weg.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 12, Verse 1-12

Mit jenem Eigentümer des Weinberges ist Gott gemeint. Jesus wiederholt, was damals jeder Zuhörer aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel wusste: Gott übergibt den Menschen Dinge zur Verwaltung. Jene Pächter in der Erzählung nutzen einen perfekt eingerichteten „Betrieb“, sie haben viele Freiheiten. Nur sollten sie nicht vergessen, dem Eigentümer seinen Anteil zu geben.

Wir lasen, wie diese böswilligen Leute gegen die Boten des Eigentümers vorgingen. Wir lasen auch, dass sie ihrer Strafe nicht entgehen. Gott ist gerecht.

Die religiösen Führer verstanden den Sinn und entschieden sich, trotzdem weiterzumachen wie bisher. Ehre und Macht waren ihnen wichtiger als Gottes Anspruch.

Die Geschichte von Jesus ist eine Warnung. Wenn Gott der Schöpfer des Universums ist: Was hat er uns anvertraut zur Verwaltung? Was werden Sie und ich antworten, wenn Gott uns fragt, was wir mit seinen Leihgütern gemacht haben?

Sind Sie wirklich Eigentümer und Urheber

· Ihrer Gesundheit?

· Ihres Lebens?

· Ihrer Schaffenskraft?

· Ihrer Begabungen?

· Ihrer materiellen Vorteile gegenüber Hungernden?

· … (Die Liste ließe sich fortsetzen.)

Die Warnung von Jesus birgt Möglichkeiten zum Umdenken und Umkehren. Nutzen wir sie. Beachten wir die Eigentumsrechte.

Tamara Schüppel

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