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75. Es ist unsere Schuld

(Bitte beachten Sie den Zusammenhang mit Etappe 74.)

Jesus wurde zum Palast des Hohen Priesters gebracht, wo sich alle Hohen Priester, die Ratsältesten und die Gesetzeslehrer versammelten. Petrus folgte ihnen in weitem Abstand bis in den Innenhof des Palastes. Dort setzte er sich zu den Dienern und wärmte sich am Feuer. Währenddessen suchten die Hohen Priester und der ganze Hohe Rat nach einer Zeugenaussage gegen Jesus, die es erlauben würde, ihn zum Tod zu verurteilen. Doch sie fanden nichts. Es sagten zwar viele falsche Zeugen gegen Jesus aus, aber ihre Aussagen stimmten nicht überein. Schließlich standen einige falsche Zeugen auf und sagten: „Wir haben ihn sagen hören: ‚Ich werde diesen Tempel, der von Menschenhand errichtet wurde, niederreißen und in drei Tagen einen anderen aufrichten, der nicht von Menschenhand erbaut ist. Doch auch ihre Aussagen stimmten nicht überein.

Da erhob sich der Hohe Priester, trat in die Mitte und fragte Jesus: „Hast du nichts zu diesen Anklagen zu sagen? Wie stellst du dich dazu?“ Aber Jesus schwieg und sagte kein Wort. Darauf fragte ihn der Hohe Priester noch einmal: „Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten?“ „Ich bin es!“, erwiderte Jesus. „Und ihr werdet den Menschensohn sehen, wie er an der rechten Seite des Allmächtigen sitzt und mit den Wolken des Himmels kommt.“ Da riss der Hohe Priester sein Gewand am Halssaum ein und rief: „Was brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt die Gotteslästerung gehört. Was ist eure Meinung?“ Alle erklärten, er sei schuldig und müsse sterben. Einige begannen, Jesus anzuspucken; sie verbanden ihm die Augen, schlugen ihn mit Fäusten und sagten: „Na, wer war es, du Prophet?“ Auch die Wachen schlugen ihm ins Gesicht.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 14, Verse 53-65

Per Verrat wurde Jesus heimlich bei Nacht gefangengenommen, damit das Volk nicht protestieren kann. Es folgt ein Schnellverfahren in der gleichen Nacht. Aber die Falschaussagen stimmen nicht überein und sind somit völlig unbrauchbar für das ersehnte Todesurteil gegen Jesus. Es ist himmelschreiende Ungerechtigkeit. Arglistig fragt der Hohe Priester Jesus dazu und der schweigt. Er schweigt zu vorsätzlichem Unrecht.

Jesus ist Gott und auf die diesbezügliche Frage des Hohen Priesters antwortet er mit der Wahrheit. Aber um Wahrheit geht es hier nicht. Keiner will den Wahrheitsgehalt dieser Aussage von Jesus herausfinden. Stattdessen wird die böswillige Lüge der Scheinfrommen propagiert und das Opfer misshandelt.

Bitte bedenken Sie: Wenn Jesus Gott ist, dann ertrug er dieses himmelschreiende Unrecht völlig freiwillig. Warum? Mich beeindruckt immer wieder, was Jahrhunderte zuvor darüber ausgesagt wurde:

„…Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen,

und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich.

Wir dachten, er wäre von Gott gestraft,

von ihm geschlagen und niedergebeugt.

Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld,

ihn wegen unserer Sünden gequält.

Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz,

und durch seine Striemen sind wir geheilt.

Wie Schafe hatten wir uns alle verirrt;

jeder ging seinen eigenen Weg.

Doch ihm lud Jahwe [Gott, der HERR] unsere ganze Schuld auf.“

Die Bibel, Jesaja Kapitel 53, Verse 4-6


Tamara Schüppel

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