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41. Gottes Herrschaft

Aktualisiert: Juni 20

Nur drei Schüler wählte Jesus aus; sie erlebten live, was wir in wenigen sachlichen Worten lesen:

Und er fuhr fort: „Ich versichere euch: Einige von denen, die hier stehen, werden nicht sterben, bis sie Gottes Herrschaft mit Macht haben kommen sehen.“

Sechs Tage später nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes mit und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Dort, vor ihren Augen, veränderte sich plötzlich sein Aussehen. Seine Kleidung wurde blendend weiß, so weiß, wie kein Walker der ganzen Erde sie hätte bleichen können. Dann erschienen Elija und Mose vor ihnen und fingen an, mit Jesus zu reden. –

„Rabbi, wie gut, dass wir hier sind!“, rief Petrus da. „Wir wollen drei Hütten bauen: eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“ Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte, denn er und die beiden anderen Jünger waren vor Schreck ganz verstört. Da fiel der Schatten einer Wolke auf sie und aus der Wolke sagte eine Stimme: „Das ist mein lieber Sohn. Hört auf ihn!“ Sie schauten sich um und sahen auf einmal niemand mehr. Nur Jesus war bei ihnen. Als sie dann den Berg hinabstiegen, schärfte ihnen Jesus ein, mit niemand darüber zu reden, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Diese letzte Bemerkung ließ die Jünger nicht los, und sie überlegten miteinander, was er wohl mit der Auferstehung aus den Toten gemeint habe.

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 9, Verse 1-10

Mose und Elija waren in Israel als herausragende Führungspersönlichkeiten vergangener Zeiten bekannt. Mose lebte etwa 1.500 v.Chr., Elija hingegen etwa 850 v.Chr. Sie gestalteten ihr Leben konsequent mit Gott und waren vor langer Zeit gestorben. – Jetzt (etwa im Jahr 30 n.Chr.) erscheinen Mose und Elija den Schülern von Jesus als aktive Persönlichkeiten.

Gottes vollkommene Herrschaft bedingt eine für uns unfassbare Dimension. In dieser einmaligen Gottesoffenbarung erkennen wir bruchstückhaft einige Merkmale:


  • Der Tod hat keine Macht; das Leben nach dem Tod ist Realität.

  • Aussehen und Kleidung bekommen in Übereinstimmung mit der ganzen Persönlichkeit eine übernatürliche und faszinierende Ausstrahlung.

  • Es gibt freundschaftliche, persönliche Beziehungen zwischen Menschen sowie zwischen Menschen und Jesus.

  • Unsere Vorstellungen von Raum und Zeit setzen diesen Menschen keine Grenzen mehr.

  • Gott selbst ist anwesend. Er ist nicht der Ferne, Unnahbare. Er wendet sich den Menschen zu und spricht hörbar zu den Schülern.

  • Gott legitimiert Jesus als Gottes Sohn; Jesus ist demnach Gott gleich – Gottes Sohn. Jesus ist auch Mittler zwischen dem heiligen Gott und Menschen, denn die Schüler werden aufgefordert, auf Jesus zu hören.

Was wir in diesem Text erfahren, reicht aus, um jeden von uns wachzurütteln: Wir können so leben, als gäbe es keinen Gott; aber was, wenn dieser Gott Realität ist?

Wir wollen die Wahrheit über Gott und Jesus herausfinden. Deshalb lesen wir fortlaufende Bibeltexte im Markus-Evangelium und wenden sie gegenwartsbezogen an. Bitte versuchen auch Sie es; ich freue mich, wenn Sie mir schreiben, wie es Ihnen damit geht.


Mit der Frage der Schüler geht es in der nächsten Etappe weiter…

Tamara Schüppel

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