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47. Jesus im Lebensmittelpunkt

Aktualisiert: Juni 20

Johannes sagte zu ihm: Rabbi, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen ausgetrieben hat, und haben versucht, ihn daran zu hindern, weil er sich nicht an uns hält.“ „Lasst ihn doch!“, sagte Jesus. „Denn wer meinen Namen gebraucht, um Wunder zu tun, kann nicht gleichzeitig schlecht von mir reden. Wer nicht gegen uns ist, ist für uns. Selbst wenn jemand euch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zum Messias gehört, dann wird er ganz gewiss – das versichere ich euch – nicht ohne Lohn bleiben. Doch wer schuld daran ist, dass einer von diesen Geringgeachteten, die an mich glauben, zu Fall kommt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.


Und wenn deine Hand dich zum Bösen verführt, dann hack sie ab! Es ist besser, du gehst verstümmelt ins Leben ein, als mit beiden Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer. Und wenn dein Fuß dir Anlass zur Sünde wird, dann hack ihn ab! Es ist besser, du gehst als Krüppel ins Leben ein, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dein Auge dich verführt, so reiß es heraus! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als dass du beide Augen behältst und in die Hölle geworfen wirst, wo die Qual nicht endet und das Feuer nicht erlischt.


Jeder muss mit Feuer gesalzen werden, und jedes Schlachtopfer mit Salz. Salz ist etwas Gutes. Wenn es aber seinen Geschmack verliert, womit wollt ihr es würzen? Ihr müsst die Kraft des Salzes in euch haben und Frieden untereinander halten.“

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 9, Verse 38-50


Was ist das zentrale Thema dieses Gespräches? Die Person Jesus. – Jesus ist der Messias, den Gott seit Beginn der Menschheitsgeschichte wiederholt angekündigt und versprochen hat. Er kam im Auftrag Gottes, um den Frieden zwischen Gott und Menschen wiederherzustellen, der durch die Sünde zerbrochen war.


Wenn wir den Text mit diesem Fokus nochmals lesen, wird es klar: Jede Tat wird in Beziehung zu Jesus gesetzt und an diesem Bezugspunkt gemessen:


  • Ein Mann befreit andere Menschen von ihrer Bindung an böse Mächte – im Namen von Jesus.

  • Wer den Nachfolgern von Jesus hilft, wird belohnt.

  • Geringgeachtete Menschen vertrauen auf Jesus; wer sie davon abbringt, zieht Strafe auf sich.

Im zweiten Teil des Textes warnt Jesus dreimal nachdrücklich vor der Gefahr, dem Bösen – der Sünde – nachzugeben. Er benutzt dafür sehr drastische Veranschaulichungen, um die Brisanz zu verdeutlichen: Gottesferne – die Hölle – ist ein furchtbarer Ort!


Wir können den Spannungsbogen dieser Rede bis zum Schluss ziehen. Salz ist untrennbar mit dem Leben verbunden: als Würze, Arznei, Desinfektionsmittel… Wieviel mehr gilt das für den von Gott gesandten Jesus. Jesus kann zum Lebensmittelpunkt, zum Leitmotiv werden. Mit seiner Anwesenheit garantiert er, dass wir nicht in der ewigen Gottesferne landen. Wenn Jesus jedoch nur der Notnagel unseres Lebens ist, ist das Salz „geschmacklos geworden“, es nützt nichts. – Der Ränkestreit der Schüler (Vers 34) zeigte deren inkonsequentes Leitmotiv, das Jesus zum Schluss nochmals korrigiert.


Was ist Ihr Lebensmittelpunkt, Ihr Leitmotiv? Hat Jesus „Mitspracherecht“ in jedem Lebensbereich?

Tamara Schüppel

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