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44. Kann das wahr sein?

Aktualisiert: Juni 20

Heute folgt die Fortsetzung im begonnenen Textabschnitt. Jesus spricht mit den herumstehenden Leuten und dem Vater des Jungen:


„…Bringt den Jungen zu mir!“ Sie brachten den Jungen zu ihm. Als der böse Geist Jesus sah, schüttelte er den Jungen mit so heftigen Krämpfen, dass er hinfiel und sich mit Schaum vor dem Mund auf der Erde wälzte. „Wie lange hat er das schon?“, fragte Jesus den Vater. „Von klein auf“, antwortete dieser, „und oft hat der Geist ihn schon ins Feuer oder ins Wasser geworfen, weil er ihn umbringen wollte. Aber wenn du etwas kannst, dann hab Erbarmen mit uns und hilf uns!“ „Wenn du etwas kannst?“, erwiderte Jesus. „Was soll das heißen? Für den, der Gott vertraut, ist alles möglich!“ Da schrie der Vater des Jungen: „Ich vertraue ja! Hilf du meinem Unglauben!“ Als Jesus sah, dass immer mehr Leute zusammenliefen, bedrohte er den bösen Geist: „Du stummer und tauber Geist“, sagte er, „ich befehle dir, aus diesem Jungen auszufahren und nie wieder zurückzukommen!“ Da schrie der Geist anhaltend auf, zerrte den Jungen wild hin und her und verließ ihn schließlich. Der Junge lag regungslos da, sodass die meisten dachten, er sei gestorben. Doch Jesus fasste ihn bei der Hand und richtete ihn auf. Da stand der Junge auf.

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 9, Verse 19b-27


Für die meisten von uns liegt die gesamte beschriebene Situation außerhalb unseres Erfahrungsbereiches: Ein ungewöhnlicher Krankheits-Zustand und eine Spontanheilung. – Dieser Schwierigkeit begegnen wir häufig in der Bibel. Aber ist etwas falsch oder unglaubwürdig, weil es nicht in unsere Vorstellungswelt passt? Wie Sie vielleicht bemerkt haben, versuche ich nicht, mittels irgendwelcher „Umdeutungen“ zu erklären.


Zunächst stellen wir fest, dass es sich um einen Augenzeugenbericht handelt. Nicht nur eine Person, sondern viele Menschen erlebten das. Darunter waren entschiedene Gegner, die dringend Argumente gegen Jesus suchten. Als zweites fällt auf, dass durch Jesus häufig Wunder geschahen. Es gab hunderte Augenzeugen. Keiner konnte etwas gegen die offensichtlichen Tatsachen vorbringen.


Statt den Text zurechtzubiegen bis er in unsere Vorstellungswelt passt, könnten wir Gott vertrauen, dass für ihn möglich ist, was wir nicht begreifen.

Der Vater in unserem Bibeltext ist in verzweifelter Not. Er braucht dringend Hilfe und greift nach dem letzten Strohhalm, der sich ihm bietet. Aber von Herzen vertrauen kann er Jesus nicht. Er ist ehrlich und bittet Jesus um Hilfe: Hilfe gegen seinen Unglauben und Hilfe in seiner Not.


Wenn Sie das nicht glauben können – wenn Sie wissen wollen, ob Gott Realität ist – wenn unlösbare Probleme Sie quälen: Machen Sie es wie dieser Vater und bitten Sie Jesus konkret um Hilfe! Bleiben Sie dran und lassen Sie sich nicht entmutigen. Manchmal ist seine Antwort nicht, wie wir sie wünschen. Bitte bedenken Sie, dass Jesus tun wird, was er für richtig hält, denn er hat einen umfassenden Überblick. Dennoch ist er liebevoll um Menschen besorgt. Eines ist sicher: Gott hat versprochen, dass jeder, der ihn aufrichtig sucht, ihn auch finden wird. Ich habe diese Erfahrung gemacht, Sie können das auch erleben.

Tamara Schüppel

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