Suche

46. Karriere oder Kind

Aktualisiert: Juni 20

Dann kamen sie nach Kafarnaum. Zu Hause fragte er sie: „Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?“ Sie schwiegen, denn sie hatten sich auf dem Weg gestritten, wer von ihnen der Größte wäre. Da setzte er sich, rief die Zwölf herbei und sagte: „Wenn jemand der Erste sein will, muss er den letzten Platz einnehmen und der Diener von allen sein.“ Dann winkte er ein Kind heran, stellte es in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte: „Wer solch ein Kind in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt nicht nur mich auf, sondern auch den, der mich gesandt hat.“

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 9, Verse 33-37


Unterwegs hatte Jesus seine Schüler unterrichten wollen. Aber die begriffen nichts und fragten auch nicht nach. – Jesus weiß, womit seine Schüler beschäftigt waren. Seine Frage macht es den Schülern jedoch selbst bewusst: Jesus sprach von seinen Leiden und seinem Tod und sie, die Schüler, stritten darüber, wer der Größte ist. Peinlich, dass Jesus das weiß! Und jetzt macht er auf diesen Missstand aufmerksam, ohne beleidigt zu reagieren. Ruhig und geduldig greift Jesus die Gedanken seiner Schüler auf und unterrichtet da weiter, wo sie mit ihren Gedanken hängen geblieben waren.


Bezugnehmend auf das Karrieredenken seiner Schüler erklärt er die ganz anderen Werte, die bei Gott zählen. Es geht nicht darum, groß rauszukommen. Ein Kind im Namen von Jesus aufzunehmen heißt, es so zu behandeln wie Jesus es behandeln würde. Das ist weitaus mehr, als nur ein wenig aus dem Überfluss abzugeben. Dabei sind im wahrsten Sinn Herz und Hand gefordert.


Damals nahm Jesus jenes Kind als Beispiel für seine Schüler. – Welchen Menschen können Sie und ich im Namen von Jesus Wertschätzung und Liebe entgegenbringen? Sind es:


  • Altgewordene Nachbarn oder Familienmitglieder, denen wir Herz und Ohr öffnen und einfach zuhören?

  • Kinder, die gerade wieder mal anstrengend sind?

  • Kollegen, die zum X-ten Mal jene Fachfrage stellen?

  • Einige Menschen, die beispielsweise in Entwicklungsländern auf finanzielle oder tatkräftige Hilfe angewiesen sind?

  • Wer ist traurig und braucht heute Ihre Umarmung, Ihren freundlichen Gruß, Ihren Anruf?


Finden Sie Ihre persönlichen Möglichkeiten…


Wer konsequent so lebt, fällt auf. Wer konsequent so lebt, gerät an seine Grenzen. Bitten Sie deshalb Jesus, Ihnen zu helfen, Wertschätzung und Liebe in seinem Namen zu gestalten.


Jesus lenkt den Blick seiner Schüler darüber hinaus: Es hat weitreichende Folgen, wenn Menschen sich auf Gott und seine Absichten einlassen. Jesus verspricht seinen Schülern: Wer andere im Namen von ihm aufnimmt, der nimmt Gott selbst auf.


Auch Sie werden erleben, was Jesus seinen Schülern verspricht: Jesus zieht bei Ihnen ein, wenn Sie anderen im Namen von Jesus Ihr Herz und Ihre Hand öffnen. Wenn Jesus bei Ihnen einzieht, bedeutet das Gemeinschaft mit Gott, ewiges Leben in einer Dimension, die wir uns noch nicht vorstellen können.

Tamara Schüppel

Schreiben Sie mir eine E-Mail

mit Ihren Kommentaren und Fragen.

Ich freue mich über Ihre Nachricht!

Darf ich mich als Ihr

Erkundungstour-Begleiter

vorstellen?