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45. Lebenstüchtig

Aktualisiert: Juni 20

Und weiter geht´s. Nach kurzer Pause mit Aufarbeitung des letzten außergewöhnlichen Erlebnisses (vgl. Markus 9,29) ist Jesus schon wieder mit seinen Schülern unterwegs:


Sie [Jesus und seine Jünger] gingen von dort weiter und zogen durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr, denn er hatte vor, seine Jünger zu unterrichten. Er sagte ihnen: „Der Menschensohn wird bald in der Gewalt von Menschen sein, und die werden ihn töten. Doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.“ Aber die Jünger wussten nicht, was er damit sagen wollte, wagten aber auch nicht, ihn danach zu fragen.

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 9, Verse 30-32

Manchmal scheint es, dieses Unterwegs-Sein war die einzige Möglichkeit für Jesus und seine Schüler zu ungestörtem Lehren und Lernen.


Es ist schon das zweite Mal, dass Jesus mit aller Deutlichkeit darauf hinweist: Er selbst, Jesus, wird in naher Zukunft starken Widerstand erfahren und umgebracht werden. Und wieder sagt er ebenso deutlich, dass damit nicht alles aus sein wird. Er spricht über seine Auferstehung. – In Markus 8,31 lasen wir zum ersten Mal davon.


Es geht Jesus um praxisrelevante Kenntnisse und tiefgründiges Hintergrundwissen zur Bewältigung des Lebens. Jesus möchte seine Schüler lebenstüchtig machen – lebenstüchtig auch in großen Herausforderungen. Außerdem will er den Schülern wichtige Zusammenhänge vermitteln, die sie für ihre späteren Aufgaben brauchen werden.


Überraschend ist die seltsame Reaktion der Schüler auf diesen Unterricht. Sie begreifen es nicht und trauen sich nicht zu fragen. Sie hofften, mit Jesus auf der Siegerseite zu stehen! Die Ankündigung vom Tod ihres Lehrers passt nicht in ihr „Denkgebilde“. Dabei meinten sie doch, sich direkt auf Voraussagen des Alten Testamentes zu beziehen. Aber Jesus hatte sie schon zuvor auf einen Denkfehler, ein übersehenes Detail, hingewiesen (Markus 9,12). - Der folgende Textabschnitt (Markus 9,33-37) gibt einen Hinweis darauf, dass sie vielleicht auch gedanklich mehr mit der eigenen Karriere beschäftigt waren.


Heute machen es viele Menschen ebenso: Man hat sich ein Denkgebilde zurechtgebastelt, welches wissenschaftlich oder gar theologisch begründet scheint. Dinge, die nicht in unser Denkschema passen, blenden wir aus, wir wollen sie nicht hören… Andere Menschen sind zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, sie haben keine Zeit für Jesus.


Lebenstüchtig macht diese Vogel-Strauß-Taktik jedoch nicht, die Lebenswirklichkeit wird diese Menschen umso härter treffen. Hingegen ist es hilfreich, sich vorzubereiten.


Jedenfalls blockieren die Schüler. Sie wagen keine Rückfrage und Jesus bedrängt sie nicht mit der Wahrheit. Aber er ist besorgt um seine Schüler. Er möchte sie auf die erschütternden Ereignisse vorbereiten und sie lebenstüchtig machen. Das Wissen und Hoffen auf die Auferstehung von Jesus wäre für sie Trost und Hilfe gewesen in der schwierigen bevorstehenden Zeit. Der weitere historische Ablauf zeigt dann die Überraschung und große Hilflosigkeit der Schüler, als eintritt, was Jesus mehrmals vorher ankündigte.


Auch heute brauchen wir krisensichere Grundlagen für unser Leben. Und vor allem brauchen wir eine wertbeständige Grundlage, wenn unser Leben hier endet. Bitte seien Sie klug und bereiten Sie sich vor. Jesus ist auch um Sie besorgt.

Tamara Schüppel

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