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80. Lohnt sich das?

Jesus starb am Kreuz. Und jetzt? Mich überrascht, was einige wenige, verunsicherte Nachfolger von Jesus wagen:

Es wurde nun schon Abend, und es war Rüsttag, der Tag vor dem Sabbat. Da wagte es Josef aus Arimatäa, zu Pilatus zu gehen und ihn um den Leichnam von Jesus zu bitten. Er war ein angesehenes Mitglied des Hohen Rates und einer von denen, die auf das Kommen des Reiches Gottes warteten. Pilatus war erstaunt zu hören, dass Jesus schon tot sein solle. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus wirklich schon gestorben sei. Als der das bestätigte, schenkte er Josef den Leib. Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz ab und wickelte ihn darin ein. Dann legte er ihn in eine aus dem Felsen gehauene Grabhöhle und wälzte einen Stein vor den Eingang. Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jesus, beobachteten, wohin der Leichnam von Jesus gelegt wurde. Am nächsten Abend, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, wohlriechende Öle, um zum Grab zu gehen und den Leichnam von Jesus zu salben.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 15, Verse 42-47 bis Kapitel 16 Vers 1

Es war nicht ungefährlich, sich öffentlich zu einem Verurteilten und Hingerichteten zu bekennen. Warum die eigene Sicherheit gefährden, wenn es um einen Toten geht? Lohnt sich das?

Sie sind traurig, sie sind enttäuscht, sie wissen nicht, wie es weitergeht. Offensichtlich haben sie alle nicht wirklich verstanden, was Jesus vor seinem Tod über Auferstehung und über den Sinn seines Sterbens sagte. Ihre tiefe Verunsicherung wird uns in den folgenden Etappen noch mehrmals begegnen. Aber diese Menschen vertrauen auf den lebendigen Gott, sie „warten auf sein Reich“, so lesen wir im Bibeltext. Deshalb wagen sie ein klares Bekenntnis – trotz allem.

Wünschen wir uns das? Leben wir das in der Gegenwart?

Gerade beginnt in Deutschland der zweite Lockdown. Ich trage Maske, halte Abstand und ändere liebgewordene Gewohnheiten, weil das mich und andere schützt. Ich lebe verantwortungsbewusst und stelle dabei fest, dass es gelegentlich auch positive Aspekte gibt wie die Entschleunigung des Alltags und das vermehrte Aufeinander-Achten, damit möglichst niemand sich selbst überlassen bleibt.

Gerade jetzt beflügelt mich die Hoffnung auf den lebendigen Gott. Was kann ich tun als Zeichen der Hoffnung? Ich will mich nicht bei der Frage aufhalten: Lohnt sich das? Weil ich auf den lebendigen Gott vertraue, möchte ich von der unvergänglichen Hoffnung, die Jesus mir gibt, andern weitergeben.

Vielleicht haben Sie gerade schlimme Sorgen oder Sie versinken in der Hoffnungslosigkeit. Ich wünsche Ihnen, dass jemand mit Ihnen gemeinsam unterwegs ist, der notfalls für Sie hofft und dem lebendigen und liebenden Gott vertraut. Wenn Ihnen dazu niemand einfällt: Ich freue mich, wenn Sie mir schreiben.

Die Leute von damals sind nicht nur Schritte ins Leere gelaufen, ihr Vertrauen wurde belohnt: Sie begegneten dem auferstandenen Jesus kurz darauf. Es lohnt sich – auch für Sie!

Tamara Schüppel

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