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37. Nachhilfe notwendig

Aktualisiert: Juni 20

Wegen eines kleinen Missverständnisses wird ein Missstand offensichtlich:

Die Jünger vergaßen, Brote mitzunehmen. Nur ein einziges Fladenbrot hatten sie bei sich im Boot. Als Jesus nun warnend sagte: „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes!“, dachten sie, er sage das, weil sie kein Brot mitgenommen hatten.

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 8, Verse 14-16


Ein Missverständnis: Die Schüler denken ans Essen, Jesus denkt über die kurz zuvor passierte Begegnung mit den Pharisäern nach. Er will den Schülern etwas beibringen – und die verstehen nichts, weil sie mit ihrem eigenen Problem beschäftigt sind.


Als Jesus merkte, was sie beschäftigte, sagte er: „Was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot habt? begreift ihr es immer noch nicht? Versteht ihr denn gar nichts? Sind Eure Herzen so verschlossen? Ihr habt doch Augen – könnt ihr nicht sehen? Ihr habt Ohren – könnt ihr nicht hören? Erinnert ihr euch nicht daran, wie viel Körbe voll Brotstücke ihr eingesammelt habt, als ich die fünf Brote für Fünftausend austeilte?“ – „Zwölf“, antworteten sie. „Und als ich die sieben Brote für die Viertausend teilte, wie viele Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt?“ – „Sieben“, antworteten sie. Da sagte er: „Begreift ihr es denn immer noch nicht?“

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 8, Verse 17-21


Wenn Sie von Jesus erwarten, dass er immer nachsichtig ist, alles gutmütig durchgehen lässt und hinterher für Sie in Ordnung bringt, dann wurden Sie eben enttäuscht: Jesus schimpft mit seinen Schülern. Er wirft ihnen vor, den täglichen Anschauungsunterricht im Fachbereich Glauben nicht begriffen zu haben.


Ich denke, die „Lernerfolge“ der Schüler sind tatsächlich ungenügend. Sie sind täglich mit Jesus unterwegs, erleben seine göttliche Autorität, sehen seine liebevolle Art, Menschen zu helfen. Trotzdem vertrauen sie ihm nicht wirklich. Statt konzentriert zuzuhören, beschäftigt sie die Sorge um die nächste Mahlzeit.


Ich bin schon viele Jahre mit Jesus unterwegs. Ich weiß, dass er göttliche Autorität hat, ich erlebte schon oft sein liebevolles Wesen, aber mein Vertrauen ist auch manchmal ungenügend. Ich mache mir Gedanken um Dinge, die ich nicht ändern kann, statt hinzuhören, was Jesus mir in seinem Wort zu sagen hat. Ich könnte stattdessen Jesus um Hilfe bitten und ihm vertrauen.


Wie geht es Ihnen damit?


Zurück zu unserem Text: Jesus schimpft mit den Schülern. Es ist scheinbar der einzige Weg, sie voran zu bringen. Jesus, der Lehrer, versprach, sie zu Menschenfischern zu machen (vgl. Markus-Evangelium 2,17). Aus diesem Grund wurden sie seine Schüler. Sie wollten von ihm lernen, wie man andere mit der guten Botschaft von Gott konfrontiert und herausfordert. Daraus wird aber nichts, wenn die Schüler nicht lernen, selbst auf Gott zu vertrauen. Erst wenn sie den peinlichen Mangel an Vertrauen erkennen und zugeben, kann Jesus ihnen helfen.


Ich will voran kommen auf dem Weg mit Jesus. Dazu brauche ich seine Hilfe, wenn es um Vertrauen zu Gott geht. Sie auch?


Gern bete ich für Sie. Bitte melden Sie sich, wenn Sie nicht allein zurechtkommen. Wir können auch gemeinsam beten.

Tamara Schüppel

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