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78. Schritt für Schritt

Wir sind mit Jesus unterwegs zur Kreuzigung. Der römische Richter entschied für Volksgunst statt Gerechtigkeit.

Jesus aber ließ er mit der schweren Lederpeitsche geißeln und übergab ihn dann den Soldaten zur Kreuzigung. Die führten ihn in den Palast, das sogenannte Prätorium, und riefen die ganze Mannschaft zusammen. Sie hängten ihm einen purpurroten Umhang um, flochten eine Krone aus Dornenzweigen und setzten sie ihm auf. Dann nahmen sie Haltung an und höhnten: „Sei gegrüßt, König der Juden!“ Mit einem Stock schlugen sie Jesus auf den Kopf und spuckten ihn an. Dann knieten sie sich vor ihn hin und huldigten ihm wie einem König. Als sie genug davon hatten, ihn zu verspotten, nahmen sie ihm den Umhang wieder ab, zogen ihm seine eigenen Gewänder an und führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen. Unterwegs begegnete ihnen ein Mann, der gerade vom Feld kam. Es war Simon aus Zyrene, der Vater von Alexander und Rufus. Die Soldaten zwangen ihn, das Kreuz für Jesus zu tragen. So brachten sie ihn bis zu der Stelle, die Golgota heißt, das bedeutet „Schädelstätte“. Dann wollten sie ihm Wein zu trinken geben, der mit Myrrhe vermischt war, doch er nahm ihn nicht. So nagelten sie ihn ans Kreuz und verteilten dann seine Kleidung unter sich. Sie losten aus, was jeder bekommen sollte. Es war mitten am Vormittag, als sie ihn kreuzigten. Als Grund für seine Hinrichtung hatten sie auf ein Schild geschrieben: „Der König der Juden“. Zusammen mit Jesus kreuzigten sie zwei Verbrecher, einen rechts und einen links von ihm.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 15, Verse 15-27


Die Soldaten erlauben sich mit dem leidenden Jesus noch einen „Spaß“. Es ist Sadismus - ein grauenhaftes Spektakel. Was sind das für Menschen, die Spaß am Quälen eines Menschen haben? Erschrocken grenzen wir uns innerlich von solchen Taten ab.


Hingegen bestätigen Experten der Psychologie, dass die meisten von uns zu weitaus mehr Bösem fähig sind, als wir uns selbst vorstellen können. Wenn wir von schrecklichen Verbrechen hören, dann wird uns manchmal plötzlich die Wahrheit über uns selbst gespiegelt, so sagen zeitgenössische Fachleute. Wir ahnen, dass wir zumindest in Ansätzen auch zu solchen Gedanken und Taten fähig wären. Aber wir wollen nichts wissen von dem abgrundtief Bösen in uns.


Die Wahrheit zugeben ist hingegen der erste Schritt in eine gute Richtung. Wenn so viel Böses auch in Ihnen und mir steckt: Wohin damit? Das führt zum zweiten Schritt, denn Jesus bietet eine einzigartige Lösung an.

Schauen wir den leidenden Jesus an, dann erkennen wir punktuell, was Gottesferne ist: Schmerzen, Leid, Grausamkeiten, physische und psychische Gewalt... Aber Jesus war unschuldig! Er trug nichts Böses in sich. Jesus ließ die Strafe an sich vollziehen, die jeder von uns verdient hat. Deshalb begegnet uns in Jesus zugleich Gottes gerechte Vergebung. Das ist sein Angebot für Menschen, die Gutes und Böses in sich tragen und aus dem Kreislauf des Bösen niemals allein rauskommen.


Ich gehe Schritt 2: Jesus, mein HERR, ich gebe zu, dass solch abgrundtief Böses auch in mir wohnt. Ich möchte dein Angebot annehmen. Bitte vergib mir.



Tamara Schüppel

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