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81. Unvorstellbar, aber wahr

Am nächsten Abend, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, wohlriechende Öle, um zum Grab zu gehen und den Leichnam von Jesus zu salben. Sehr früh am Sonntagmorgen machten sie sich auf den Weg zum Grab. Die Sonne war gerade aufgegangen, als sie dort ankamen. Unterwegs hatten sie sich noch gefragt: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ Doch als sie jetzt hinblickten, sahen sie, dass der riesige Stein zur Seite gewälzt war. Sie gingen in die Grabkammer hinein und erschraken sehr, als sie auf der rechten Seite einen jungen Mann in weißem Gewand sitzen sahen. Der sprach sie gleich an und sagte: „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht, das ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten. Und nun geht zu den Jüngern und sagt ihnen und dem Petrus: ‚Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch angekündigt hat.‘“ Zitternd vor Furcht und Entsetzen stürzten die Frauen aus der Gruft und liefen davon. Sie hatten solche Angst, dass sie mit niemand darüber redeten.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 16 Verse 1-8

Obwohl Jesus alles bereits vor seinem Sterben erklärt hatte, reagieren die Frauen mit Furcht, Entsetzen und Angst auf das Erlebnis, das sie hätte erfreuen sollen. Obwohl sie eine wunderbare Nachricht bekommen, rennen sie weg und sagen keinem was davon. Aber eine erlebte Tatsache wird dadurch nicht zum Märchen. Wenn man die unvorstellbar gute Nachricht nur glauben könnte…

Ich erinnere mich an eine Begebenheit, als ein lieber Freund, ein Atheist, mir sagte: „Du hast es gut mit deinem Glauben. Ich bin nicht religiös, ich kann das einfach nicht glauben.“ Ich bat ihn, er solle Gott sein Problem schildern. So könne er herausfinden, ob es stimmt, wenn Gott sagt: ‚Sucht mich, so werde ich mich von euch finden lassen.‘ (Jeremia 29,13) Nach Wochen fragte ich, was bei seinem Test herausgekommen sei. Der (ehemalige) Atheist sagte, er wisse inzwischen ganz sicher, dass es Gott gibt, aber er wolle es jetzt nicht mehr wissen! Denn wenn er mit Gott leben würde, müsste er in seinem Leben einiges ändern.

Seither habe ich diesen Rat schon oft weitergegeben. Ich kenne niemanden, der nicht glauben kann. Ich kenne leider viele, die nicht glauben wollen. Vielleicht ist die Wahrheit unbequem oder unvorstellbar oder sie passt nicht ins vorgefasste Weltbild. Die Frage ist, wie Sie und ich damit umgehen:

Man kann Tatsachen lächerlich machen. Man kann dagegen kämpfen. Man kann so tun, als gäbe es diese Tatsachen nicht. Aber all das ändert nichts an den Tatsachen! Wenn Sie Gott aufrichtig suchen: Rechnen Sie mit außergewöhnlichen, nicht erklärbaren Tatsachen, weil Gott, der Schöpfer des Universums, einfach nicht in unser begrenztes Vorstellungsvermögen passt. Rechnen Sie mit Jesus, der Gutes für Sie bereithält.

Die Frauen rannten entsetzt davon. Freundlich und wiederholt machte Jesus den Leuten damals die unvorstellbare Wahrheit klar. Lesen Sie nächste Woche mehr darüber…

Tamara Schüppel

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