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54. Vertrauen ermöglicht Beziehung

Aktualisiert: Juni 20

Erinnern Sie sich? Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Er sagte seinen Schülern bereits dreimal, dass Menschen ihm dort den Prozess machen und ihn töten werden. Unterwegs sprachen die Schüler über Dinge, die scheinbar gar nicht zu dieser ernsten Situation passten, auf die Jesus geradewegs zuging. Jetzt sind sie nur noch 25 km von Jerusalem entfernt.

So erreichten sie Jericho. Als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge die Stadt wieder verließ, saß da ein blinder Bettler am Weg, Bartimäus, der Sohn von Timäus. Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, der da vorbeizog, und fing an zu rufen: „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“ Viele ärgerten sich darüber und fuhren ihn an, still zu sein. Doch er schrie nur umso lauter: „Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“ Jesus blieb stehen und sagte: „Ruft ihn her!“ Da liefen einige zu dem Blinden und sagten: „Nur Mut! Komm, er ruft dich!“ Der warf seinen Umhang ab, sprang auf und kam zu Jesus. „Was möchtest du von mir?“, fragte Jesus ihn. „Rabbuni“, sagte der Blinde, „ich möchte sehen können!“ Jesus sagte zu ihm: „Geh nur! Dein Vertrauen hat dich geheilt!“ Im gleichen Augenblick konnte der Mann sehen und folgte Jesus auf dem Weg.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 10, Verse 46-52

Jesus geht zwar zielstrebig auf seinen Leidensweg zu, aber er bleibt den Menschen zugewandt. Als er den Bettler rufen hört, nimmt er sich Zeit: Zeit für einen Einzelnen, der scheinbar nur störte. Der Blinde konnte seinen Lebensunterhalt nicht verdienen, deshalb bettelte er. Ansehen hatten Behinderte damals nicht in Israel. Vielmehr mutmaßte man, dass die Behinderung eine Strafe von Gott sei. Und nun stört er durch sein Schreien.


Jesus hört es. Jesus hört auch, wenn Sie und ich ihm voller Verzweiflung unsere Not klagen. Unser Schicksal ist ihm nicht egal. Viele Menschen beten, wenn sie in ernsthaften Schwierigkeiten sind.


Hochachtungsvoll spricht der Blinde Jesus mit dem Titel „Rabbuni“ an. Das ist eine ehrenvolle Anrede für einen hervorragenden Gesetzeslehrer. Mutig bringt er seinen Wunsch vor, direkt und kurz.


Ich weiß nicht, ob Sie jemals in einer solchen Erwartungshaltung gebetet haben. Bitte vergessen Sie den Schluss der Geschichte nicht: Der ehemals blinde Bettler bekam, was er sich wünschte - und ohne Zögern folgt er Jesus nach. Er hatte die freie Wahl und er entschied sich, Jesus zu folgen, dem er vertraute. Vertrauen ermöglicht Beziehung: Die Beziehung Jesus – Bartimäus konnte wachsen, weil Jesus vertrauenerweckend handelte und weil Bartimäus sich bewusst dafür entschied.


Viele Menschen beten, wenn sie in Not sind. Viele Menschen vergessen Gott, wenn die Not vorbei ist. – Auch Sie haben die Chance mit Jesus zu reden. Sagen Sie ihm, was Ihnen Sorgen macht. Und danach? Kommen Sie mit auf Erkundungstour? Wir wollen Jesus noch besser kennenlernen.

Tamara Schüppel

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