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71. Warum lässt Gott das Böse geschehen?

In Etappe 70 lasen wir von der Frau, die Jesus ehrte. Nahtlos schließt sich der folgende Text an:

Danach ging einer der Zwölf, es war Judas Iskariot, zu den Hohen Priestern und bot ihnen an, Jesus an sie auszuliefern. Sie waren hocherfreut, als sie das hörten, und versprachen ihm Geld dafür. Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus zu verraten.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 14, Verse 10-11

Judas war mit Jesus unterwegs. Dann entschied er gegen Jesus. Der Verrat von Judas wurde sprichwörtlich. Aber wie erbärmlich niederträchtig sind die religiösen Führer, die auf ein Angebot des Verrates hocherfreut reagieren? Auch sie hatten schon lange zuvor gegen Jesus entschieden. Sie wussten ihren frommen Schein gut zu wahren. Aber was nützt das, wenn Jesus den Dreck hinter der eleganten Fassade sieht?

Im fortlaufenden Bibeltext folgt der Bericht der Vorbereitung des letzten Abendmahls. Wir lesen, wie Jesus auf Judas reagiert:

Am Abend kam Jesus mit den Zwölf. Während der Mahlzeit sagte er: „Ich versichere euch: Einer von euch wird mich verraten, einer, der hier mit mir isst.“ Sie waren bestürzt, und einer nach dem anderen fragte ihn: „Das bin doch nicht ich, oder?“ „Es ist einer von euch zwölf“, sagte Jesus, „einer, der das Brot mit mir in die Schüssel taucht. Der Menschensohn geht zwar den Weg, der ihm in der Schrift vorausgesagt ist; doch für seinen Verräter wird es furchtbar sein. Für diesen Menschen wäre es besser, er wäre nie geboren.“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 14, Verse 17-21

Jesus kennt das Vorhaben des Judas längst. Auf Judas‘ heimlichen Verrat reagiert er mit Offenlegung. Er konfrontiert Judas vor den Anderen mit seiner Böswilligkeit. Es ist eine Chance zur Umkehr, die Judas nicht nutzte.

Wenn Jesus Gott ist, warum lässt er das Böse dann geschehen?

Gott schuf den Menschen mit einem freien Willen. Diese Freiheit, selbst zwischen Gut und Böse zu wählen, ist ein Grundrecht des Menschen. Ganz am Anfang entschieden Menschen gegen Gottes Rat, deshalb nahm die Schöpfung irreparablen Schaden. Die Sünde, also die Trennung von Gott, hatte im gesamten Umfeld und Verantwortungsbereich der Menschen schreckliche Folgen: Krankheit, Leid, Tod und Ungerechtigkeit kamen in die Welt. Gott bietet trotzdem seine Rettung an. Aber er zwingt das Gute niemandem auf. Er ist barmherzig und geduldig, auch mit Menschen, die ihn ablehnen. Deshalb können Menschen anderen das Leben „zur Hölle machen“. Das ist schlimm. Jedoch weist Jesus auf eine gerechte Abrechnung hin: Es wird furchtbar für Judas sein. An vielen anderen Stellen der Bibel weist Gott auf jene endgültige Rechtsprechung bei Gott hin.


Auch wir müssen entscheiden, ob wir kontinuierlich mit Jesus unterwegs sein wollen. Für mich ist Jesus die Gerechtigkeit, die ich vor Gott brauche. In den nächsten Etappen lesen wir mehr darüber.


Und Sie? Leben Sie für oder gegen Jesus? Oder sind Sie gerade in einer Entscheidungsphase? Für eine gute Entscheidung brauchen Sie zuverlässige Informationen. Gern helfe ich Ihnen. Ihre eigenverantwortliche Entscheidung müssen Sie selbst treffen: Bei Gott zählt Ihr freier Wille.


Tamara Schüppel

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