Suche

R07. Wertmaßstab anpassen?

Hören Sie diesen Beitrag im Podcast.

Sie können auch parallel mitlesen.


Wir erkunden den fortlaufenden Bibeltext im Römerbrief. Bitte beachten Sie deshalb den Zusammenhang der Etappen R05 bis R08.

Erinnern Sie sich? Wir betrachten die Verse 21 und 32 des ersten Kapitels als Rahmen für drei dazwischen stehende Aspekte. Dieser Rahmen (Fettdruck) macht uns das Verstehen leicht; heute beschäftigt uns der zweite Aspekt.


Trotz allem, was sie von Gott wussten, ehrten sie ihn aber nicht als Gott und brachten ihm auch keinerlei Dank. Stattdessen verloren sich ihre Gedanken ins Nichts, und in ihrem uneinsichtigen Herzen wurde es finster.

Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge. Sie beteten die Geschöpfe an und verehrten sie anstelle des Schöpfers, der doch für immer und ewig zu preisen ist. Amen!

Darum hat Gott sie entehrenden Leidenschaften ausgeliefert. Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen, und ihre Männer machten es genauso. Sie gaben den natürlichen Verkehr mit den Frauen auf und wurden von wildem Verlangen zueinander gepackt. Männer trieben es schamlos mit Männern. So empfingen sie den gebührenden Lohn für ihre Verirrung an sich selbst.

Obwohl sie wissen, dass jeder, der so handelt, nach Gottes Gesetz den Tod verdient, tun sie es nicht nur selbst, sondern finden es auch noch gut, wenn andere es ebenso machen.

Die Bibel, Römer 1,21+25-27+32

[Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.]


Vielleicht kennen Sie folgende philosophische Aussage: ‚Der Mensch ist das Maß aller Dinge.‘ Sie stammt von Protagoras, der im 5. Jh. v. Chr. lebte. Dieser Gedanke prägt unser gesellschaftliches Miteinander. Wenn wir jedoch festlegen, dass statt Gott der Mensch die maßgebende Stelle einnimmt, lehnen wir zugleich die Autorität des Schöpfergottes ab, der absolute Maßstäbe vorgibt.


Was daraus folgt, lesen wir im Bibeltext am Beispiel der Homosexualität. Gott nennt Homosexualität eine Schande, entehrend. Gott sagt das! Menschen deuten diese Aussage um, biegen sie zurecht, bis sie in ihr Bild passt. Zunehmend wird Gottes Wort diesbezüglich als diskriminierend bezeichnet. Ändert das etwas an Gottes Maßstab? Nein. Aber Menschen ändern Gottes Wahrheit in Lüge. Der Schöpfer gab den Geschöpfen die ‚Gebrauchsanweisung‘, damit alles gut funktioniert, damit es den Menschen gut geht. Sie dürfen sich jedoch für Missbrauch und Lüge entscheiden. Daraus folgt eine Abwärtsspirale von Gott weg. Wertmaßstäbe werden endlos zurückgestuft. Geht es den Menschen damit gut? Nicht immer ist wahr, was lauthals behauptet wird. Und welche Langzeitfolgen entstehen für die Gesellschaft durch Entwertung des göttlichen Maßstabes?


Gott sagt, dass jeder, der so lebt, den Tod verdient. Dieser Tod, die ewige Gottesferne, ist der furchtbare, nie endende Zustand fernab alles Guten: Fernab von Gesundheit, Freude, Liebe, Frieden… Weil Gott die Menschen trotzdem liebt, bietet er eine kostenaufwändige Rettung: Vergebung und Gnade durch Jesus, der am Kreuz für Sie und mich stellvertretend starb (vgl. Etappe 79 und Etappe 77, Rubrik ‚Markus‘).


Gottes Wahrheit zeigt den unveränderlichen Wertmaßstab, der zur Stellungnahme herausfordert. Unabhängig, ob Sie homosexuell leben oder nicht: Haben wir nicht in vielen Lebensbereichen die Lüge zur Wahrheit deklariert? Ich brauche Gottes Vergebung und möchte seinen Wertmaßstab nicht anpassen, sondern seine Gnade annehmen. Deshalb lebe ich in Frieden mit meinem Schöpfer – für immer.

Wie geht es Ihnen damit?


Tamara Schüppel