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35. Wie der Meister, so die Schüler

Aktualisiert: Juni 20

Erinnern Sie sich an die Begebenheit im Bibeltext, die wir zuletzt lasen? Jesus half ganzheitlich: Er heilte die Krankheit, er wertschätzte und stärkte Persönlichkeit und Seele des Behinderten. Mit diesem Gedanken lesen wir weiter:


Damals war wieder eine große Menschenmenge bei Jesus, die nichts zu essen hatte. Da rief Jesus die Jünger zu sich und sagte: „Diese Leute tun mir leid. Seit drei Tagen sind sie hier bei mir und haben nichts zu essen. Und wenn ich sie jetzt hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen, denn sie sind zum Teil von weit her gekommen.“ „Wo soll man denn hier in der Einöde Brot hernehmen, um all die Menschen satt zu machen?“, fragten die Jünger. Doch Jesus fragte zurück: „Wie viel Brote habt ihr?“ – „Sieben“, antworteten sie. Da forderte er die Leute auf, sich auf die Erde zu setzen. Er nahm die sieben Fladenbrote, dankte Gott dafür, brach sie in Stücke und gab sie seinen Jüngern zum Austeilen. Die Jünger verteilten sie an die Menge. Sie hatten auch einige kleine Fische dabei. Jesus ließ sie ebenfalls austeilen, nachdem er sie gesegnet hatte. Die Leute aßen, bis sie satt waren, und füllten sogar noch sieben große Körbe mit den übrig gebliebenen Brocken. Es waren wenigstens viertausend Menschen.

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 8,1-9


Jesus denkt konsequent ganzheitlich: Er erkennt das Grundbedürfnis der Menschenmenge und ergreift ungefragt die Initiative. Wegschauen wäre leichter gewesen! Er und seine Schüler hatten genug Arbeit und oft wenig Ruhe (vgl. dazu den Bibeltext Markus 6,30-34). Aber Jesus ist besorgt um die Menschen. Die brauchen jetzt was zu essen: Kein großartiges Festmenü, aber ein nahrhaftes Picknick in großer Runde.


Brot ist plötzlich reichlich vorhanden. Jedoch müssen die Schüler es austeilen, den „Brotbelag“ ebenfalls. Nach dem Essen: Reste einsammeln, nichts verschwenden und umkommen lassen. Bedienung von 4.000 Menschen ist harte Arbeit! Jesus nimmt den Schülern diese Arbeit nicht ab, sondern befähigt sie, gute Gastgeber zu sein. Mit Jesus unterwegs sein hat offensichtlich auch mit praktischer Hilfeleistung zu tun!


Wir lesen, dass Jesus die Fische austeilen ließ, nachdem er sie gesegnet hatte. Fragen Sie sich, was das Wort ‚Segen‘ bedeutet?


Segen ist kein billiger Wortschwall, der niemandem hilft. Segen kommt von Gott und wird an Menschen weitergegeben. Wenn Jesus persönlich Segen austeilt, überschreitet das Geschehen häufig natürliche Gesetzmäßigkeiten. Er zeigt uns dadurch die Liebe und Fürsorge des Schöpfergottes.


Zuvor dankte Jesus für das Brot, das überraschenderweise für 4.000 Menschen reichte: Segen und Dank gehören zusammen. Die Schüler arbeiten mit vollem Einsatz und bekommen doch das Eigentliche von Gott geschenkt. Sie geben nur weiter, was sie aus den Händen von Jesus nehmen.


Welche guten Dinge genießen Sie in Ihrem Leben? Gesundheit, Frieden, Intelligenz und Kreativität, Schaffenskraft und -freude… Vieles können wir nicht grundlegend selbst bewerkstelligen. Wir leiden darunter, wenn sie plötzlich fehlen. Danken Sie Gott für seine Geschenke?


Wer braucht in Ihrem Umfeld Hilfe? Vielleicht können Sie Gottes Segen heute an einen Menschen weitergeben, der Ihre Zeit und Ihre Zuwendung braucht.

Tamara Schüppel

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