Suche

49. Liebe und Treue?

Aktualisiert: Juni 20

Die Corona-Pandemie zwingt uns zum Rückzug ins private Umfeld. Konflikte in der Partnerschaft treten jetzt deutlicher zutage.


Die Pharisäer, also die anerkannten Fachleute für Glauben und Religion, griffen damals das Thema „Ehescheidung“ aus bösen Motiven auf. Aber für viele ist das eine echte Frage.


Jesus zog von dort in das Gebiet von Judäa und das Ostjordanland. Wieder kamen die Menschen in Scharen zu ihm, und er unterrichtete sie nach seiner Gewohnheit. Da kamen einige Pharisäer und fragten: „Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen?“ Damit wollten sie ihm eine Falle stellen. „Was hat Mose über die Scheidung gesagt?“, fragte Jesus zurück „Er hat sie erlaubt“, erwiderten sie, „wenn man der Frau einen Scheidebrief ausstellt.“ Da entgegnete Jesus: Diese Anordnung gab er euch nur, weil ihr so harte Herzen habt. Aber Gott hat die Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen. ‚Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden völlig eins sein.‘ Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Und was Gott zusammengefügt hat, sollen Menschen nicht scheiden!“ Im Haus wollten die Jünger dann noch mehr darüber wissen. Jesus sagte ihnen: „Wer sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegenüber seiner ersten Frau. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie sich von ihrem Mann trennt und einen anderen heiratet.“

Die Bibel: Markus-Evangelium Kapitel 10, Verse 1-12


Jesus diskutiert nicht. Er erklärt mit klaren Worten die richtungsweisende Grundlage. Finden Sie das altmodisch und überholt? Vielleicht haben Sie gerade viele persönliche Sorgen mit diesem Thema. Vielleicht treffen diese Worte Sie hart. Drehen Sie deshalb „den Spieß um“ und werfen Jesus im Gegenzug Härte oder Weltfremdheit vor?


Schauen wir mal genau hin: Wäre es gut für eine Familie und eine Beziehung, wenn es ein lebenslanges Füreinander gäbe? Wäre unser Leben schöner, wenn das Miteinander einer Ehe von Liebe statt Hartherzigkeit geprägt ist?


„Harte Herzen“ oder auch Hartherzigkeit – das hat etwas mit Selbstsucht zu tun. Wären kaputte Ehen zu retten, wenn beide Partner beginnen würden, das Beste für den Anderen zu wollen und zu tun?


Es funktioniert nicht mit Zwang. Gott weiß das. Deshalb beschreibt Jesus die Trennung als Tatsache, die auf „Härte des Herzens“ folgt. Hartherzigkeit - das ist Lieblosigkeit oder das Unvermögen selbstlos zu lieben. Darauf folgt sehr oft Trennung. Gott akzeptiert Trennung, um dem gezielten Ausnutzen oder dem Machtmissbrauch innerhalb einer Beziehung Grenzen zu setzen. Mose erklärte dies etwa 1400 Jahre zuvor dem Volk Israel.


Jedoch zeigt Jesus seinen Schülern dazu eine bemerkenswerte Sache: Ehescheidung ist erst dann komplett, wenn einer der Partner einen anderen heiratet. Jesus lässt damit der Hoffnung Raum, dass beide Partner sich trotz Trennung wieder versöhnen. Er lässt der Hoffnung Raum, bis Menschen das letzte Fünkchen Liebe und Hoffnung zerstören und sich fest an einen anderen Partner binden.


Sind Liebe und Treue für Sie erstrebenswert? Wo geben wir der Lieblosigkeit Raum? Wir dürfen Jesus um Hilfe bitten, auch bei diesen Sorgen.


Tamara Schüppel

Schreiben Sie mir eine E-Mail

mit Ihren Kommentaren und Fragen.

Ich freue mich über Ihre Nachricht!

Darf ich mich als Ihr

Erkundungstour-Begleiter

vorstellen?