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J08 Ehrliche Skeptiker sind willkommen

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Jesus räumt Zweifel aus, indem er sich offenbart.
Jesus räumt Zweifel aus, indem er sich offenbart.

Die Begegnung mit Jesus beeindruckte die Menschen vor 2000 Jahren tief – sogar dann, wenn sie mit skeptischen Fragen zu ihm gekommen waren:


Als Jesus am nächsten Tag nach Galiläa aufbrechen wollte, traf er Philippus und sagte zu ihm: „Komm, folge mir!“ Philippus stammte wie Andreas und Petrus aus der Stadt Betsaida. Danach traf Philippus Natanael und sagte zu ihm: „Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz schreibt und den auch die Propheten angekündigt haben: Es ist Jesus aus Nazaret, ein Sohn von Josef.“ „Nazaret? Kann von da etwas Gutes kommen?“, fragte Natanael. Philippus erwiderte nur: „Komm und sieh selbst!“ Als Jesus Natanael kommen sah, sagte er: „Das ist ein wahrer Israelit, ein Mann ohne Falschheit.“ „Woher kennst du mich?“, fragte Natanael. Jesus antwortete: „Ich sah dich, als du noch unter dem Feigenbaum warst, bevor Philippus dich rief.“ Da erklärte Natanael: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes! Du bist der König Israels!“ Jesus erwiderte: „Das glaubst du, weil ich dir gesagt habe, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah. Du wirst noch viel größere Dinge sehen.“ Dann fügte er hinzu: „Ja, ich versichere euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und erleben, wie die Engel Gottes vom Menschensohn zum Himmel aufsteigen und wieder herabkommen.“

Die Bibel, Johannes-Evangelium 1,43-51

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Natanael ist sehr skeptisch, als Philippus begeistert von Jesus erzählt. Wenn Jesus aus Nazaret kommt, kann er nicht der Messias sein: Der sollte aus Bethlehem kommen, so hatte der alttestamentliche Prophet Micha etwa 700 Jahre zuvor gesagt (vgl. Micha 5,1). Philippus kennt vermutlich keine Antwort. Jesus wurde tatsächlich in Bethlehem geboren, wuchs aber später in Nazaret auf. Joseph war sein Pflegevater, der Ehemann seiner Mutter. Maria war jedoch Jungfrau, als Jesus geboren wurde. Obwohl Philippus vieles noch nicht verstanden hat, ist er fest überzeugt, dass Jesus der vorhergesagte Retter ist.


Versuchen wir, den Leuten alle Fakten richtig zu erklären, bis die gelangweilt aufgeben? Oder bringen wir sie zu Jesus, damit sie den kennenlernen, der uns begeistert? Moment mal: Sind wir überhaupt so überzeugt und begeistert? Vielleicht brauchen wir zuerst selbst die Begegnung mit Jesus.


Natanael kommt zu Jesus, weil er die Wahrheit über ihn herausfinden will. Und Jesus klärt das Missverständnis zunächst nicht auf. Er verdonnert ihn auch nicht, irgendwelche unlogischen Dinge nun plötzlich logisch zu finden. Letzteres ist heute ein verbreitetes Missverständnis! – Demgegenüber räumt Jesus die Zweifel des Natanael grundlegend aus: Er begegnet Natanael ganz persönlich als der Allwissende. Und freundlich bringt er dem Skeptiker seine Wertschätzung entgegen. Natanael wird weder sachlich-intellektuell überzeugt noch emotional überrumpelt. Stattdessen erlebt er zutiefst, dass Jesus Gottes Sohn ist, weil Gott sich ihm persönlich offenbart. Das begeistert Natanael. Deshalb wird er zum Jesus-Nachfolger.


Sind Sie auch skeptisch? Sagen Sie das doch Jesus! Und suchen Sie ihn: Sie können in seinem Wort lesen und Christen bitten, Sie zu unterstützen. Gern helfe ich Ihnen, wenn Sie mir schreiben. Ich bin sicher, dass Sie Jesus finden, wenn Sie ihn ehrlich suchen. Ich bin sicher, weil Gott das verspricht (vgl. Matthäus 7,7).


Die Verbindung von Gott und Mensch erklärt Jesus durch ein damals altbekanntes Bild: Jakob, der Sohn Isaaks, hatte einst einen Traum, in dem Gott ihm eine Treppe zeigte, die von der Erde bis in den Himmel reichte (vgl. Genesis 28,12). Auf dieser Treppe sind Engel – also übernatürliche Boten Gottes – unterwegs. Das Öffnen des Himmels wird im Alten Testament wiederholt als Bild genutzt, dass Gott sich den Menschen offenbart. Ohne Gottesoffenbarung können wir Gott nicht kennenlernen, weil unsere diesbezüglichen „Antennen“ durch die Sünde gekappt wurden (vgl. Genesis 3: Sündenfall und Vertreibung aus Gottes Nähe).


Jesus sagt, dass er selbst die Treppe ist, die Gott und Mensch in einzigartiger Weise verbindet. Wenn wir zu Gott kommen wollen, geht das nur über Jesus. Wenn wir erfahren wollen, wie Gott ist, schauen wir auf Jesus. Wenn wir mit unserer Sünde dem gerechten Gott nicht begegnen können, weil wir es nicht überleben würden – Jesus bietet die juristisch einwandfreie Lösung und möchte uns begnadigen.


Jesus sucht Nachfolger. Deshalb forderte er Philippus dazu auf und räumte die Zweifel des Natanael aus. Sind Sie schon unterwegs mit Jesus? Bleiben Sie zielgerichtet aktiv. Ich versichere Ihnen: Bei Jesus sind Sie willkommen!


Tamara Schüppel

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