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J34 Können wir Jesus vertrauen?

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Vertrauen
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Wir sind mitten in einer ausführlich beschriebenen Debatte angekommen: Jesus spricht öffentlich mit dem Volk. Er griff ein, weil die Propaganda der führenden Juden den Blick auf die Wahrheit verstellte.


Jesus sagte: „... Mose hat euch doch das Gesetz gegeben. Aber keiner von euch lebt danach, und mich wollt ihr sogar töten.“ „Du bist ja besessen!“, riefen die Zuhörer. „Wer will dich denn töten?“ Jesus gab ihnen zur Antwort: „Nur eine Sache habe ich am Sabbat getan, und ihr alle wundert euch immer noch darüber. Ihr beschneidet einen Menschen doch auch am Sabbat, wenn es sein muss, weil Mose euch die Beschneidung vorgeschrieben hat. Tatsächlich geht sie aber schon auf unsere Stammväter zurück. Wenn ein Mensch also am Sabbat beschnitten wird, um das Gesetz des Mose nicht zu brechen, warum seid ihr dann so aufgebracht, weil ich einen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? Urteilt nicht nach dem äußeren Eindruck, sondern so, wie es wirklich dem Gesetz entspricht.“

Einige Jerusalemer sagten zueinander: „Ist das nicht der, den sie umbringen wollten? Da lehrt er hier in aller Öffentlichkeit, und sie sagen kein Wort. Sollten unsere Oberen wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist? Doch den hier kennen wir ja und wissen, woher er ist. Wenn der Messias kommt, weiß aber niemand, woher er stammt.“ Da rief Jesus, während er das Volk im Tempel unterwies: „Ja, ihr kennt mich und wisst, woher ich bin! Aber ich bin nicht aus eigenem Antrieb gekommen. Es gibt einen, der ganz wahrhaftig ist. Der hat mich gesandt, und den kennt ihr nicht! Doch ich kenne ihn, weil ich von ihm bin. Er ist es, der mich gesandt hat.“ Da wollten sie ihn festnehmen lassen. Doch keiner wagte es, Hand an ihn zu legen, weil seine Stunde noch nicht gekommen war.

Die Bibel, Johannes-Evangelium 7,19-30


Jesus debattiert. Das bedeutet, er arbeitet auf eine Entscheidung hin. Es geht ihm nicht um eine politische Meinung, nicht um eine wissenschaftliche Wahrheit. Nein, Jesus hat Größeres im Blick: Es geht um das persönliche Wohl jedes einzelnen Menschen. Aber kann er glaubhaft solche Angebote stellen? Ist er befähigt, seine Versprechen zu halten? Deshalb geht es in dieser öffentlichen Debatte immer wieder um die Fragen: Ist Jesus vertrauenswürdig? Ist er der Sohn Gottes?


Jesus möchte den Leuten eine freie und gut fundierte Entscheidung ermöglichen. Ganz bewusst geht er dazu ein hohes Risiko ein, denn er weiß, dass die Führer der Juden ihn töten wollen.


Zielstrebig spricht Jesus scheinbare Hindernisse an, die zwischen ihm und seinen Zuhörern stehen. Leider sind nicht alle daran aufrichtig interessiert. Statt die Glaubwürdigkeit von Jesus ernsthaft zu prüfen, reden sie hinter seinem Rücken über ihn oder beleidigen ihn öffentlich. Der Vorwurf, dass er wohl besessen sei, ist eine böse Anschuldigung. Sie besagt, dass er von teuflischen Mächten gesteuert sei. Jedoch weiß jeder Zuhörer, dass teuflische Mächte nichts wirklich Gutes bewirken, Jesus aber im Gegensatz dazu Kranke heilt.


Deshalb erklärt Jesus in der Folge die Krankenheilung am Sabbat. Dabei bezieht er sich auf gemeinsame Grundlagen mit seinen Zuhörern. Die Beschneidung, die die Israeliten praktizieren, weist auf den alttestamentlichen Bund Gottes mit diesem Volk hin (vgl. Genesis 17,9-14). Diese Symbolhandlung ist ihnen so wichtig, dass sie dafür notfalls auch den Sabbat nutzen. Für Jesus ist es gleichwertig wichtig, einen Menschen am Sabbat gesund zu machen. Denn das entspricht dem Sinn des Gesetzes.


Die Zuhörer verstehen nur zu gut, was Jesus erklärt: Er spricht im Namen des Allerhöchsten und er ist mit Gott eins. Das passt vielen nicht ins Bild, das sie von Gott hatten. Sie hinterfragen nicht ihre Vorstellungen, stattdessen bekämpfen sie die offensichtliche Wahrheit: Jesus muss weg.


Ist Jesus heute glaubwürdig?

Wenn Jesus Gottes Sohn ist, wenn zumindest die Möglichkeit besteht, dass es einen solchen liebevollen und persönlichen Gott gibt: Sollten wir ihn dann nicht aufrichtig suchen? Was steht uns im Weg, um eine freie und gut fundierte Entscheidung treffen zu können?


Notieren Sie jetzt, was Sie nicht verstehen, beziehungsweise wo Sie mit Ihrer Wahrheitssuche beginnen möchten. Oder schreiben Sie kurz auf, welche Verletzungen und Enttäuschungen Sie an einem liebevollen, persönlichen Gott zweifeln lassen:


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Ich will Jesus vertrauen, weil ich ihn kenne. Obwohl ich schon lange mit Jesus unterwegs bin, braucht es diesen aktiven Entschluss. Jesus drängt sich nicht auf. Inzwischen habe ich schon viele gute Erfahrungen mit ihm. Aber dennoch begreife ich ihn oft nicht, denn Jesus ist Gott. Seine Perspektive ist viel umfassender, sie geht über den Tod hinaus. Ich kann das nicht immer nachvollziehen. Zudem erlebe ich auch schmerzhafte und böse Dinge. Und dann verstehe ich nicht, wie Jesus daraus am Ende doch noch Gutes erwachsen lassen kann. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben (vgl. Römer 8,28). – Die Frage heißt für mich: Will ich ihm auch diesmal vertrauen? Oder blockiere ich, weil ich an falschen Vorstellungen festhalte?

Aufgrund meiner Erfahrung weiß ich: Es ist besser, mit offenen Fragen und sogar mit Verzweiflung zu Jesus zu gehen, als allein daran zu ersticken (vgl. Psalm 62,9). Es ist besser, zuverlässige Mitchristen um Hilfe zu bitten, als in die furchtbare Gottesferne abzudriften.


Ob Jesus vertrauenswürdig ist, finden Sie nur heraus, wenn Sie ihn kennenlernen. Werden Sie ihn aufrichtig suchen? Er möchte auch Ihnen eine freie, gut fundierte Entscheidung ermöglichen.


Tamara Schüppel

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