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R14. Ostern…

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Nehmen wir Gott ernst? Wir alle kennen diese Reden vom ‚lieben Gott‘. Meist meint man damit eine nicht ernstzunehmende Persönlichkeit oder gar eine Märchenfigur: Jemand, der einfach unsere Schuld übersieht, der zu keinerlei Konsequenzen herausfordert. Die Wahrheit über Gottes Wesen können wir hingegen im folgenden Bibeltext erkennen:


Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erst richtig zur Geltung bringt, was sagen wir dann? Ist Gott vielleicht ungerecht, wenn er seinen Zorn über uns kommen lässt? – Ich frage sehr menschlich. – Auf keinen Fall! Denn wie könnte Gott sonst die Welt richten? Wenn nun aber die Wahrheit Gottes erst dadurch richtig zur Geltung kommt, dass ich ein Lügner bin, und sein Ruhm erst dadurch richtig groß wird, warum werde ich dann noch als Sünder gerichtet? Könnten wir dann nicht gleich sagen: „Tun wir doch das Böse, damit Gutes dabei herauskommt!“? Einige verleumden uns ja und behaupten, das sei es, was wir lehren. Gottes Gericht wird sie zu Recht treffen.

Die Bibel, Römer 3,5-8

► Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


In vorhergehenden Etappen konnten wir feststellen, dass jeder Mensch vor Gott schuldig ist. Wir selbst können nichts tun, um unsere Schuld los zu werden; wir sind unfähig, uns rechtmäßig vor Gott zu verteidigen. Deshalb sind wir in Gottes Augen ungerecht und Lügner. Im Gegensatz dazu ist Gott gerecht. Gerechtigkeit beinhaltet jedoch auch den Zorn über Böses und Ungerechtigkeit in jeder Form. Gottes Wahrheit lässt nicht zu, dass unsere Schuld vertuscht wird.


Im Kontrast zu den ungerechten Menschen strahlt Gottes Gerechtigkeit besonders hell. Dieser Kontrast ist jedoch kein Grund zu bequemer Ausrede: „Ich bin nun mal so schlecht, da macht es nichts, wenn ich diese und jene Schuld absichtlich hinzufüge, der liebe Gott vergibt ja gern. Und weil ich schlecht bin, sieht man erst richtig, wie gut Gott ist.“ Wer so leichtfertig mit Gottes Gnade umgeht, den wird der Zorn des Schöpfergottes bei der Endabrechnung treffen.


Was hat Gottes Gerechtigkeit nun mit der frohen Osterbotschaft zu tun, die Christen überall auf der Welt feiern? Ich möchte aus aktuellem (Oster-)Anlass etwas vorausnehmen, was uns später im Römerbrief noch beschäftigen wird. Gottes Gerechtigkeit bedeutet immer die einzigartige Verbindung von Barmherzigkeit und Konsequenz. Der Gott, der jeden Menschen von Herzen liebt und um sein Wohl besorgt ist, zieht geradlinige Konsequenzen. Sünde muss bestraft werden, das ist konsequent. Die gerechte Strafe für jede Sünde, also für alles Böse, was uns von Gott trennt, ist der Tod. Aber weil Gott den Sünder liebt, deshalb übernimmt er selbst die Strafe. Jesus starb diesen Tod stellvertretend für unsere Schuld. So hat er die rechtskräftige Begnadigung für unsere Schuld bereitgestellt. Nun wartet Gott auf unsere eigenverantwortliche Zustimmung: Wollen wir sein Geschenk der Vergebung annehmen und unser Leben in Beziehung mit dem Schöpfergott gestalten?


Ich habe Gottes Vergebungsgeschenk angenommen, deshalb bin ich jederzeit herzlich willkommen beim gerechten und achtunggebietenden Gott. Darum feiern wir Christen das Osterfest! Das ist Grund zur Freude, den kein Corona-Lockdown oder sonst irgendetwas mir nehmen kann!

Ostern bedeutet: Herzlich willkommen beim gerechten, achtunggebietenden Gott!


Tamara Schüppel


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