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R17. Gesetz und Gnade

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Doch werden sie [die Menschen] allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.

Kann man da noch selbst auf etwas stolz sein? Das ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz kommt das? Durch das Gesetz, das Werke fordert? Nein! Es kommt durch das Gesetz, das auf den Glauben abzielt. Denn wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Mensch durch Glauben für gerecht erklärt wird und nicht durch das Einhalten von Gesetzesvorschriften. Ist denn Gott nur ein Gott der Juden und nicht auch der Gott der anderen Völker? Natürlich auch der anderen Völker! Denn es gibt nur den einen Gott. Er wird die Beschnittenen ebenso wie die Unbeschnittenen auf der gleichen Grundlage des Glaubens für gerecht erklären. Setzen wir nun aber durch den Glauben das Gesetz außer Kraft? Im Gegenteil: Wir bestätigen das Gesetz.

Die Bibel, Römer 3,24+27-31

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Mit Gottes Gnade hatten religiöse Juden damals ein Problem. Stolz mühten sie sich um ein Leben nach Gottes Geboten. Aber kein noch so frommer Jude kann sündlos leben – ebenso wenig wie unsere Zeitgenossen, die sich ehrlich um ein gutes Leben bemühen. „Denn durch das Halten von Geboten wird kein Mensch vor Gott gerecht. Das Gesetz führt nur dazu, dass man seine Sünde erkennt.“ Römer 3,20

Weil alle Menschen Gottes Gnade brauchen, gibt es keinen Grund, stolz auf eigene Leistungen zu sein. Jesus, der Sohn Gottes, ermöglichte die Gerechtsprechung.


Dürfen wir Gottes Gebote zur Seite legen, weil Gott den Sünder begnadigt? Die Antwort lasen wir eben im Bibeltext: „Setzen wir nun aber durch den Glauben das Gesetz außer Kraft? Im Gegenteil: Wir bestätigen das Gesetz.“ Römer 3,31 Gottes Gesetz ist immer gleichbleibend, es gilt uns genauso wie den Juden vor 3000 Jahren. Gott weiß, dass wir seinen Ansprüchen nicht genügen können. Deshalb bietet er uns Begnadigung an. Er akzeptiert jedoch keine Änderung seiner Wertmaßstäbe.


Bitte denken Sie daran, wenn Ihnen theologische Lehrmeinungen begegnen, die festlegen wollen, welche Wertmaßstäbe der Bibel uns heute noch gelten und welche nicht. Ich glaube an den allmächtigen Schöpfergott, der um Menschen besorgt ist. Deshalb achtete er sehr genau darauf, was Menschen als sein Wort wiedergeben durften (vgl. 2. Petrus 1,20-21). Ich vertraue Jesus, der mir zunehmend den Reichtum seines Wortes erschließt.


Was erwartet Gott konkret von Ihnen und mir?

Denn wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Mensch durch Glauben für gerecht erklärt wird. Römer 3,28

Gott erwartet Glauben. Ich lebe Glauben so: Ich akzeptiere Gott als obersten Chef in meinem Leben, dem ich verantwortlich bin. Ich akzeptiere seine Wertmaßstäbe und bekenne ihm ehrlich meine Schuld. Er wird mir diese Schuld nie wieder vorwerfen, weil Jesus stellvertretend dafür bezahlte. Gottes Begnadigung ist bereits wirksam, weil ich mein Leben jetzt so gestalte, dass es Jesus, meinem Retter, gefällt. Meine Lebensgestaltung ist keine Leistung, die ich vor Gott erbringe. Stattdessen bestätigt mein Leben, dass ich dem Schöpfergott vertrauen will, der von Herzen um mein Wohl besorgt ist.


Sind Sie auch von Gott begnadigt?


Tamara Schüppel


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