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R45 Gott: Unmissverständlich

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Gott: Unmissverständlich für jeden, der verstehen will
Gott: Unmissverständlich für jeden, der verstehen will

Bevor wir folgenden Bibeltext von uns wegschieben, weil er scheinbar nur mit dem von Gott besonders ausgewählten Volk Israel zu tun hat, wollen wir genauer hinschauen. Gott handelt nicht willkürlich, sondern grundsätzlich systematisch gleichbleibend - bis heute. Deshalb lernen wir viel über Gott und sein Wesen, wenn wir uns mit seinem Handeln in der Geschichte beschäftigen. Mit der Bibel haben wir von Gott beglaubigte historische Texte, die uns dabei helfen sollen (siehe dazu 2. Timotheus 3,16-17). Auf dieser Grundlage können wir Gott stückweise erkennen.


Liebe Geschwister, ich wünsche von Herzen und flehe zu Gott, dass die Angehörigen meines Volkes gerettet werden. Denn ich kann ihnen bezeugen, dass sie sich mit großem Eifer für Gott einsetzen. Doch was ihnen fehlt, ist richtige Erkenntnis. …

Nun frage ich: „Haben sie die Botschaft etwa nicht gehört?“ Aber natürlich haben sie sie gehört! „Ihr Ruf ging ja über die ganze Erde, ihre Nachricht bis ans Ende der Welt.“ Ich frage weiter: „Hat Israel sie etwa nicht verstanden?“ Die Antwort steht schon bei Mose: „Ich werde euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk und zornig über eine Nation, die gar nichts von mir weiß.“ Und Jesaja wagt sogar zu sagen: „Ich ließ mich von denen finden, die nicht einmal nach mir suchten, ich habe mich denen gezeigt, die nicht nach mir fragten.“ Über Israel aber sagt er: „Den ganzen Tag habe ich meine Hände nach einem Volk ausgestreckt, das ungehorsam und widerspenstig ist.“

Die Bibel, Römer 10,1-2 und 18-21

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Was sagt der Text über Gott und die Menschen aus? Was können wir für uns persönlich daraus schlussfolgern?

Wenn wir uns Zeit nehmen und Gott bitten, uns zu helfen, werden wir seine Botschaft an uns persönlich verstehen. Denn Gott ließ sich sogar von denen finden, die nicht nach ihm suchten und nichts von ihm wussten.

Gott akzeptiert auch, wenn wir ihn ablehnen. Wir können das ebenfalls im Alten Testament nachprüfen: Die Israeliten rannten ohne Gott in ihr Unglück und Gott zwang sie nicht zu ihrem Glück.


Es gilt also:

  • Gottes Reden können Sie und ich hören. - Wollen Sie es hören? Sagen Sie Gott dies. Ich höre Gottes Reden sehr oft, wenn ich mich mit seinem Wort, der Bibel, beschäftige. Plötzlich weiß ich, was Gott von mir erwartet oder ich verstehe einen Zusammenhang in meinem Leben, der mir zuvor noch nicht mal aufgefallen war. Darauf reagiere ich, indem ich Gott antworte. Ich bete.

  • Gottes Reden können Sie und ich zunehmend verstehen. Die Israeliten verstanden Gott nicht, weil sie „ungehorsam und widerspenstig“ waren. Sie wollten nicht hören. - Wollen Sie verstehen? Es geht nicht vorrangig um Erfassen einer Theorie, sondern um praktische Lebensgestaltung (siehe Matthäus 7,24). Wenn ich etwas neu verstanden habe, lebe ich nicht weiter wie bisher, sondern ändere in diesem Punkt meine Einstellung. Ich will verwirklichen, was ich verstanden habe. Mein Leben ist Veränderung und Entwicklung, weil ich Gottes geniale Werte übernehme und er mir dabei hilft, Gutes praktisch zu gestalten. Das ist Persönlichkeitsentwicklung nach Gottes Art (siehe Römer 12,2).

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen viele spannende Erfahrungen mit Gott. Schreiben Sie mir gern, wie es Ihnen damit geht!


Tamara Schüppel

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