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J03 Gott ist Herr der Weltgeschichte

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 Der Allmächtige greift ein, weil er Beziehung sucht.
Der Allmächtige greift ein, weil er Beziehung sucht.

In Etappe J02 beschäftigte uns, dass Gott machtvoll durch sein Wort agiert. Wir können den Allmächtigen nicht vollumfänglich erfassen. Aber wir können verschiedene Facetten seiner Persönlichkeit deutlich erkennen, weil er sich offenbart. Heute geht es um einen weiteren Aspekt:


Da trat ein Mensch auf. Er war von Gott gesandt und hieß Johannes. Er kam, um als Zeuge auf das Licht hinzuweisen. Alle sollten durch ihn daran glauben. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur darauf hinweisen. Der, [auf den er hinwies], war das wahre Licht, das für jeden Menschen leuchtet, der in die Welt kommt. Er war schon immer in der Welt, die ja durch ihn entstand, doch die Menschen erkannten ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber sein eigenes Volk nahm ihn nicht an. Doch allen, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. – Das sind die, die an seinen Namen glauben. – Sie erhielten das nicht aufgrund natürlicher Abstammung, durch menschliches Wollen oder den Entschluss eines Mannes, sondern durch eine Geburt aus Gott.

Die Bibel, Johannes-Evangelium 1,6-13

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Gott greift in die Weltgeschichte ein. Damals schickte er einen Mann namens Johannes zu den Menschen. Aus dem weiteren Verlauf der Begebenheit lässt sich leicht erkennen, dass dieser Johannes nicht der Apostel Johannes ist, der das Evangelium schrieb. Hier im Text begegnet uns Johannes, der Täufer. Er ist ein Bote, der auf den göttlichen Heilsbringer hinweist, damit Menschen nicht achtlos an ihm vorbeigehen.


Zunächst erfahren wir im Text noch nicht den Namen des Heilsbringers. Wir erfahren jedoch, dass er Gott ist: Die Welt entstand durch ihn. Er war schon immer da. Er kam in sein Eigentum – also in seine Schöpfung –, aber sein eigenes Volk erkannte ihn nicht. Sie lehnten den ab, auf den sie im Alten Testament beständig durch Voraussagen hingewiesen wurden. Eigentlich warteten sie dringend auf diesen Retter. Wie konnte das passieren?


Diese jüdischen Menschen kannten sich exzellent aus in Gottes Buch, dem Alten Testament. Längst waren sie stolz auf ihr Wissen geworden. Unabhängig von Gott wussten sie scheinbar genau, was Gott ihnen sagen wollte. Sie rechneten nicht damit, dass sie sich irren könnten. Deshalb lehnten sie ab, was nicht in ihr theologisches Bild passte. Es ist erschreckend: Damit lehnten sie Gott ab!

Haben wir uns womöglich auch Vorstellungen von Gott zurechtgebastelt? Bitte lassen wir uns besonders warnen, wenn wir die Bibel gut kennen: Eine enge persönliche Gottesbeziehung ist unerlässlich, wenn wir Gottes Wort verstehen wollen. Theoretisches Wissen bringt uns Gott nicht näher. Selbstgerechtigkeit und Hochmut sind gefährlich, denn Menschen können sich irren. Beten wir deshalb jetzt an Ort und Stelle um Gottes Hilfe und bleiben wir offen für seine Antwort.


Den Namen jenes göttlichen Heilsbringers erfahren wir erst in Vers 17: Es geht um Jesus, das möchte ich vorwegnehmen. Jesus trat sehr unspektakulär auf. Das erwartete niemand. Aber es gab Menschen, die kamen ihm offen entgegen. Je besser sie Jesus kennenlernten, umso mehr verstanden sie, wer er wirklich war. Und sie erlebten, dass sich Vertrauen in den guten, barmherzigen Gott lohnt.


Das ist bis heute für jeden Menschen möglich. Der Herr der Weltgeschichte greift persönlich ein, um Ihnen und mir ein großartiges Geschenk anzubieten: Wir dürfen Gottes Kinder sein. Undenkbar? Nun ja, wir lesen, dass dies tatsächlich nur geht, wenn man Gott glaubt, ihm vertraut. Sind wir dazu fähig? Nein. Wir können nichts leisten, auch Glaube ist keine Leistung. Die Geburt aus Gott – das ewige Leben mit Gott – ist ein Geschenk.

Wenn Sie Gottes Geschenk haben möchten, bitten Sie ihn darum. Versuchen Sie nicht, zuvor alles zu begreifen: Ich bin schon lange mit Gott unterwegs. Ich weiß, dass Gott und sein Geschenk Realität sind, trotzdem habe ich vieles bis heute nicht verstanden. Ich entscheide mich immer wieder, ihm zu vertrauen. Und ich erlebe, dass Gott mich überrascht, weil er anders agiert, als ich dachte. Ich bin unterwegs, auf Erkundungstour mit Gott und zu ihm hin. Sie auch?


Tamara Schüppel

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