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J79 Hilfestellung zum Glauben

  • Tamara Schüppel
  • 7. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit

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Haben auch Sie Gott viel zu oft ignoriert?
Haben auch Sie Gott viel zu oft ignoriert?

Jesus hängt am Kreuz, wie auch die beiden Verbrecher links und rechts neben ihm. Das Kreuz ist ein grausames Folter- und Hinrichtungsinstrument der Römer. Die Verurteilten hängen mit ihrem gesamten Körpergewicht frei am Kreuz und müssen sich zum Atmen über die durchnagelten Handwurzeln und Füße hochziehen und hochstemmen. Werden die Schenkelknochen zerschlagen, führt dies zu einer Abkürzung des Todeskampfes:   

 

Weil nun Rüsttag war und die Leiber am Sabbat nicht am Kreuz bleiben sollten - denn jener Sabbat war ein hoher Festtag -, baten die Juden Pilatus, man möge ihnen die Schenkel zerschlagen und sie herabnehmen. So kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Schenkel, dann dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Schenkel nicht, sondern einer der Soldaten stieß ihn mit seiner Lanze in die Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.

Und der das gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist glaubwürdig, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit auch ihr zum Glauben kommt. Denn dies ist geschehen, damit die Schrift in Erfüllung geht: „Kein Knochen wird ihm gebrochen werden.“ Und ein anderes Schriftwort sagt: „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“

Die Bibel, Johannes-Evangelium 19,31-37 (Zürcher Übersetzung 2007)

 

Johannes, der Augenzeuge und Schreiber dieses Berichtes, wusste, was es bedeutet, wenn aus der frischen Wunde bei Jesus Blut und Serum getrennt voneinander austrat. Nach dem Tod beginnt sofort das erste Stadium der Verwesung, das man Autolyse – Selbstauflösung nennt. Jesus war offensichtlich tot; die Autolyse seines Körpers bestätigte den erfahrenen römischen Exekutoren diese Tatsache.

 

Jesus war also keinesfalls scheintot. Es ist Gott wichtig, dies in seinem Wort zu betonen, denn er möchte uns Hilfestellung geben, wenn wir mit unserem Verstand an Grenzen geraten. Wenn Augenzeugen öffentlich belegten, dass Jesus tot war - und später noch mehr Augenzeugen bestätigten, dass er wieder lebendig ist, dann ist seine Auferstehung eine Tatsache. Zudem werden im Text zwei weitere Vorhersagen zitiert, die dem aufgeschlossenen, ehrlichen Sucher helfen, das verwirrende Geschehen im Licht des allmächtigen und liebenden Gottes einzuordnen. Es geht um mehr als nur um Anerkennung des Tatsachenberichtes; es geht um Glauben, schreibt Johannes.

 

Dazu möchte ich das zweite Zitat ausführlicher beleuchten: „Aber über das Haus David und über den, der in Jerusalem wohnt, werde ich einen Geist der Gnade und des Flehens ausgießen, und sie werden aufblicken zu mir, den sie durchbohrt haben. Und sie werden um ihn trauern, wie man um das einzige Kind trauert, und bitter um ihn weinen, wie man weint um den Erstgeborenen.“ Sacharja 12,10

 

Der Prophet Sacharja lebte etwa 500 Jahre vor diesem Geschehen und schaut weit in die Zukunft. Mich beeindruckt, was er über Gott zu sagen hat: Dieser Durchbohrte ist Jesus und er hegt keinerlei Groll und Hass gegen seine Feinde. Er gießt stattdessen den „Geist der Gnade und des Flehens“ über sie aus. Hier geht es um echte Reue und Buße. Kein Mensch kann selbst wiedergutmachen, was er gegen Gott an Unrecht aufgehäuft hat. Es nützt auch nichts, diese Sünde verstecken zu wollen. Und es verschlimmert nur den Schaden, wenn wir voller Arroganz selbst dafür geradestehen wollen. Nicht nur die Menschen damals, sondern wir alle haben für unser Leben Gottes Bewertung ‚Zielverfehlung – Ungenügend‘ erreicht. Aber Gott möchte begnadigen. Jesus machte die juristisch gerechte Begnadigung möglich, weil er freiwillig unsere Schuld auf sich nahm.

 

Glaube beginnt, wenn wir unsere Sünde einsehen und ehrlich bereuen, dass wir unseren Schöpfer durch Nichtachtung seiner Person beleidigen. Es geht nicht nur um Gottes rote Linie, die wir immer wieder übertreten; es geht vor allem um unsere Haltung Gott gegenüber. Johannes schrieb diesen Tatsachenbericht, „damit wir zum Glauben kommen“ – zum Glauben an den auferstandenen Jesus.

 

Haben auch Sie Gott viel zu oft ignoriert, statt ihn als Schöpfer anzuerkennen und ihm mit Herz und Hand und ganzer Kraft die Ehre zu geben, die er verdient?

Dann dürfen Sie zu Jesus, dem Durchbohrten, aufblicken und um seine Gnade bitten. Denn Jesus, unser Retter, starb freiwillig am Kreuz, um Sie und mich und viele andere Sünder begnadigen zu können.

  

Tamara Schüppel

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