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J85 Wie Jesus sich zeigt

  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

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Wie erkennen wir Jesus?
Wir können Jesus nicht sehen. Wie erkennen wir ihn?

Wir können Jesus nicht sehen und seine Existenz nicht beweisen. Wie können wir ihn trotzdem wahrnehmen und feststellen, dass er Kontakt zu uns sucht? Bevor Jesus, der auferstandene Herr, endgültig zurückkehrt zum Vater-Gott, schult er seine Jünger, wie sie ihn erkennen können:

 

Danach zeigte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias. Und er zeigte sich so:

 

Simon Petrus und Thomas, der Didymus genannt wird, und Natanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren beisammen. Simon Petrus sagt zu ihnen: „Ich gehe fischen.“ Sie sagen zu ihm: „Wir kommen auch mit dir.“ Sie gingen hinaus und stiegen ins Boot und fingen nichts in jener Nacht.

 

Als es aber schon gegen Morgen ging, trat Jesus ans Ufer; die Jünger wussten aber nicht, dass es Jesus war. Da sagt Jesus zu ihnen: „Kinder, ihr habt wohl keinen Fisch zum Essen?“ Sie antworteten ihm: „Nein.“ Er aber sagt zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet einen guten Fang machen.“ Da warfen sie es aus, und vor lauter Fischen vermochten sie es nicht mehr einzuziehen.

 

Da sagt jener Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr.“ Als nun Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, legte er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Ufer entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.

 

Als sie nun an Land kamen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf liegen und Brot. Jesus sagt zu ihnen: „Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.“ Da stieg Simon Petrus aus dem Wasser und zog das Netz an Land, voll von großen Fischen, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, riss das Netz nicht. Jesus sagt zu ihnen: „Kommt und esst!“ Keiner von den Jüngern aber wagte ihn auszuforschen: „Wer bist du?“ Sie wussten ja, dass es der Herr war. Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch.

 

Das war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern zeigte, seit er von den Toten auferweckt worden war.

 

Die Bibel, Johannes-Evangelium 21,1-14 (Übersetzung: Zürcher Bibel 2007)

 

Als Jesus seine Jünger anspricht, wissen sie diesmal nicht, wer dort am Ufer steht. Sie erkennen ihn weder am Aussehen noch an der Stimme.

 

Johannes ist der Jünger, der mit Jesus besonders eng verbunden war. Er erkennt Jesus an seiner Freundlichkeit und Macht, wie er die unerfreuliche Situation verändert. Auf diese Weise hat er Jesus schon oft erlebt. - Für Christen, die mit Jesus in engem Kontakt stehen, ist es leichter, ihn zu erkennen, sein Reden zu verstehen und situationsbedingt anzuwenden. Aber Jesus sucht persönliche Beziehung zu jedem Menschen: Seien wir achtsam, warten wir bewusst auf Gott.

 

Petrus hört hin, als Johannes seine Überzeugung ausspricht – und dadurch erkennt auch er die Wahrheit. Petrus reagiert sofort, er überwindet gezielt Hindernisse. Auch wir können unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten nutzen, um Jesus näher zu kommen.

 

Als die anderen Jünger an Land kommen, gibt es weitere gute Neuigkeiten: Ein vorbereitetes Frühstück, das sie nicht erwartet hatten. Eine unverhoffte Erholung nach schwerer Arbeit. Alles Zufall? Das ist in diesem Zusammenhang unwahrscheinlich! Viel logischer ist die Annahme, dass Jesus bewusst Kontakt sucht und ihnen Gutes tut. Zudem erkennen ihn die Jünger daran, wie er das Brot austeilt: Auch die Erfahrung mit Jesus wird in den Erkennungsprozess einbezogen.

 

Jeder der anwesenden Jünger hat inzwischen verstanden, dass Jesus da ist. Deshalb würde eine Frage zu diesem Zeitpunkt nur ihr bewusstes und willentliches Unverständnis offenbaren. Ursprünglich hofften einige Jünger, dass Jesus die politische Macht übernehmen und sie mit ihm regieren würden. (vgl. Markus 10,35-45) Es ist alles anders gekommen. Sie akzeptieren die noch immer unverständliche Situation, weil sie einsehen, dass Jesus dennoch der liebende Gott ist. - Haben wir Jesus und sein Reden vielleicht besser verstanden, als wir zugeben? Zögern wir trotzdem? Der Allwissende sieht, wenn wir blockieren; er zwingt uns nicht. Bleiben wir Gott zugewandt, auch wenn wir manches nicht verstehen können.

 

Dieser Bericht ist wieder eine sachliche Schilderung mit Ortsangabe sowie mit den Namen der Beteiligten. Mehrere Personen erleben in ihrem Arbeitsalltag, wie Jesus sich zeigt. Es handelt sich nicht um die Wunschvorstellung oder Einbildung eines Einzelnen. Es handelt sich auch nicht um eine Vision, die durch eine bestimmte Stimmung erzeugt wurde. Nach und nach kommen alle Beteiligten zu der Einschätzung: Hier ist Jesus. Er begegnet uns real, auch wenn diese Begegnung ungewöhnlich anders ist. Jesus ist der auferstandene, menschenfreundliche Herr.

 

„Danke Herr! Ich komme jetzt zu dir. Ich bete für Menschen, die dich suchen, die dich noch nicht wahrnehmen ...“  

 

Tamara Schüppel

 

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