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R11. Jeder weiß, was wirklich zählt

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Schon Babys unter einem Jahr können gute von schlechten Verhaltensweisen unterscheiden. Und es gibt Hinweise darauf, dass wir mit einem elementaren Gefühl für Gerechtigkeit und Fairness geboren werden. Das fand Prof. Paul Bloom heraus, ein bedeutender Psychologe der Gegenwart. Er erhielt 2017 eine hohe Auszeichnung für diese Studien.

Die Forschungsergebnisse bestätigen, dass das grundsätzliche Empfinden für Gut und Böse unabhängig von Kultur und Erziehung weltweit und über alle Zeiten hinweg bei allen Menschen gleich ist. Es ist angeboren, prägbar durch Erziehung und Kultur, aber offensichtlich mit der menschlichen Existenz unauflösbar verbunden. Unser ca. 2000 Jahre alter Bibeltext nimmt Bezug auf jene erstaunliche Eigenschaft des Menschen.


Alle Menschen, die sündigen und keine Beziehung zum Gesetz Gottes haben, werden auch ohne Gesetz ins Verderben gehen. Und alle, die trotz des Gesetzes sündigen, werden durch dieses Gesetz verurteilt werden. Denn nicht die, die hören, was das Gesetz sagt, werden von Gott für unschuldig erklärt, sondern die, die tun, was es verlangt. Und wenn nun Menschen aus nichtjüdischen Völkern, die keine Beziehung zum Gesetz Gottes haben, von sich aus so handeln, wie es das Gesetz fordert, dann tragen sie das Gesetz in sich. Sie beweisen damit, dass ihnen die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben sind. Das zeigt sich auch an der Stimme ihres Gewissens und am Widerstreit ihrer Gedanken, die sich gegenseitig anklagen oder auch entschuldigen. Der Tag des Gerichts wird das ans Licht bringen, der Tag, an dem Gott durch Jesus Christus die verborgensten Dinge der Menschen richten wird. So entspricht es der Botschaft, die Gott mir anvertraut hat.

Die Bibel, Römer 2,12-16

[Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.]


Jeder Mensch weiß im Innersten, was wirklich zählt. Man kann jenes Wissen, die „Stimme des Gewissens“ übertönen mit Stress und Ablenkung und sie wird sich in stillen Stunden wieder melden. Man kann das Gewissen ‚umprägen‘ oder abstumpfen, sodass es kaum noch funktioniert. Ganz ausschalten kann man es nicht, ebenso wenig wie das grundsätzliche Wissen, dass es ein höheres Wesen geben muss, einen Schöpfergott, der unser Universum weise ordnete. In der Evolutionstheorie finden komplexe Zusammenhänge, wie das angeborene Gewissen, keinen Raum. Die Frage ist, wie wir mit diesem Wissen umgehen:

Eine fromme Fassade nützt nichts, denn Gott wertet die Gedanken. Gutes tun ohne Gottesbeziehung reicht nicht, denn Gott erwartet, dass wir mitdenken und die Grundlagen beachten – nach bestem Wissen und Gewissen. Bitte vergessen wir nicht: Sünde ist, wenn wir so leben, als gäbe es keinen Gott. Gott lässt sich nicht mit ein paar guten Taten abspeisen. Er erwartet, dass wir ihn als Schöpfergott ehren und ihm danken (vgl. Römer 1,18-21 - Etappe R05). Unsere Taten machen die dahinterstehende Einstellung offenbar. Jesus wertet beides im Zusammenhang und zieht jeden Menschen dafür zur Verantwortung.


Haben Sie Gott schon mal für Ihr Gewissen gedankt? Wir können Gott bitten, uns auf anerzogene oder angewöhnte Fehlprägungen unseres Gewissens aufmerksam zu machen.

Jesus möchte gern helfen, unsere geheimen Dreckecken aufzuräumen; nehmen wir uns Zeit für ein Gespräch mit ihm. Starten wir danach Sünden-erleichtert durch, mit wertbeständigen Zielen.


Tamara Schüppel

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