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R15. Mut zur Wahrheit

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Seit Etappe R05 beschäftigt uns die Beweisführung des Paulus: Von verschiedenen Gesichtspunkten ausgehend widerlegt er die Möglichkeit, dass es vor Gott sündlose Menschen gibt. Paulus greift einige Gegenargumente auf und wir staunen, wie aktuell diese bis heute sind. Jedoch widerlegt Paulus im Namen Gottes deren Sinnhaftigkeit und Wahrheitsgehalt. Immer wieder kommt er zu dem Schluss: Jeder Mensch ist vor Gott schuldig. Der folgende Bibeltext schließt diese Argumentationsreihe ab:


Aber wie ist es nun? Machen wir etwa Ausflüchte? Ganz und gar nicht. Wir haben ja schon den Beweis erbracht, dass die Juden genauso wie die anderen Völker in der Gewalt der Sünde sind. So steht es in der Schrift: „Keiner ist gerecht, auch nicht einer. Keiner hat Einsicht und fragt nach Gott. Alle haben sie den rechten Weg verlassen und sind unbrauchbar geworden. Niemand ist da, der Gutes tut, kein Einziger.“ „Ihre Kehle ist ein offenes Grab und mit ihrer Zunge formen sie Lügen.“ „Schlangengift verbirgt sich hinter ihren Lippen.“ „Ihr Mund ist voller Flüche und Drohungen.“ „Ihre Füße sind schnell, wenn es darum geht, Blut zu vergießen. Sie hinterlassen Verwüstung und Elend, und was zum Frieden führt, kennen sie nicht.“ „Von Gottesfurcht wissen sie nichts.“ Das sagt das Gesetz, und wir wissen: Alles, was es sagt, richtet sich an die, denen es verordnet wurde. So wird jeder Mund gestopft und die ganze Welt sieht sich dem Urteil Gottes verfallen. Denn durch das Halten von Geboten wird kein Mensch vor Gott gerecht. Das Gesetz führt nur dazu, dass man seine Sünde erkennt.

Die Bibel, Römer 3,9-20

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Ein niederschmetterndes Urteil: Schuldig. Reif für die ewige, furchtbare Gottesferne.


Es ist aussichtslos, durch gute Leistungen Gott von der eigenen Gerechtigkeit überzeugen zu können. Wozu gab Gott dann seine Gebote? Sie helfen uns, die Wahrheit über uns zu erkennen. Und sie zeigen uns, wie Gott wirklich ist.


Wir können uns zwar ein Gottesbild zusammenbasteln, wie es uns passt, aber der Wahrheit kommen wir dadurch nicht näher. Den gerechten Schöpfergott können wir anhand seines Wortes und anhand seiner Taten erkennen (vgl.Etappe R05).


Was tun wir mit der unangenehmen Tatsache, dass Sie und ich vor Gott schuldig sind? Verdrängen ist unvernünftig, Vertuschen der Schuld ist sinnlos. Die Wahrheit Gottes wird jeden von uns einholen, spätestens bei der Endabrechnung. Dass es jene Endabrechnung bei Gott wirklich gibt, darauf nahmen die Bibeltexte vorhergehender Etappen mehrfach Bezug.


Bitte stellen Sie sich mit mir der Wahrheit: Schauen wir in unser Leben hinein und vergegenwärtigen wir uns konkrete, ganz persönliche Schuld, die uns von Gott trennt. Nehmen wir uns Zeit dafür. Erkennen wir Gottes gerechtes Urteil über unser Leben an. ---


Reden wir mit Gott darüber. Sie können das allein tun. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie eine Person hinzuziehen, der sie vertrauen und die Gott kennt. ---


Gott sei Dank geht es danach weiter! Ostern bedeutet: Herzlich willkommen beim gerechten und achtunggebietenden Gott! Für jeden, der ehrlich mit seiner Schuld zu Gott kommt, hat er eine Lösung vorbereitet. Treffen wir uns bei Etappe R16 wieder?


Tamara Schüppel


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