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R62 Die Quelle der Hoffnung

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Die Quelle der Hoffnung
Die Quelle der Hoffnung

Mit enormer Tragweite überspannt folgender Bibeltext die Weltgeschichte und schließt mit wohlbegründeter Hoffnung:


Deshalb nehmt euch gegenseitig an, wie auch Christus euch angenommen hat, damit Gott geehrt wird! Denn ich denke, dass Christus ein Diener der Juden geworden ist, um die Wahrhaftigkeit Gottes zu bezeugen. Er wollte damit die Zusagen bestätigen, die ihre Väter erhielten. Er wollte aber auch, dass die Nichtjuden Gott für seine Barmherzigkeit ehren. So steht es ja geschrieben: „Darum will ich dich preisen unter den Völkern. Zum Ruhm deines Namens will ich Loblieder singen.“ An anderer Stelle heißt es: „Freut euch mit seinem Volk, ihr Völker alle!“ Und weiter: „Lobt den Herrn, all ihr Völker, alle Nationen sollen ihn preisen!“ Und Jesaja sagt: „Es kommt der Spross, der aus der Wurzel Isais hervorwächst. Er steht auf, um über die Völker zu herrschen. Auf ihn werden sie hoffen.“

Möge Gott, die Quelle der Hoffnung, euch im Glauben mit Freude und Frieden erfüllen, damit ihr in Hoffnung immer reicher werdet durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Die Bibel, Römer 15,7-13

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Es gibt Hoffnung, sagt der Bibeltext! Aber uns umgeben Krankheiten, Katastrophen, Kriege und Tod. Und wir kennen menschliche Ohnmacht gegen so viel Leid.

Ursprünglich schuf Gott eine heile Welt, vollkommen und schön. Der gütige Schöpfergott gab Menschen die freie Entscheidung und ließ sie eigenverantwortlich mit seinen Ressourcen wirtschaften. Leider nahm die gesamte Schöpfung Schaden, denn bereits die ersten Menschen entschieden sich für Trennung von Gott, für Sünde. Damit zerstörten Leid und Tod diese heile Welt, von der wir alle noch immer träumen. Gott vollstreckte jedoch nicht sofort das endgültige und gerechte Urteil, das ewige Qual in der Gottesferne bedeutet. Weil der gütige Schöpfergott die Menschen trotzdem liebt, gibt er jedem Einzelnen eine zweite Chance. Um uns zu helfen, wurde Jesus Mensch. Jahrhunderte vor seiner Geburt schrieb der Prophet Jesaja jenes Zitat, das wir eben lasen: „Es kommt der Spross, der aus der Wurzel Isais hervorwächst ...“ Jesus lebte als Nachkomme Davids, des Sohnes Isais. Er diente zunächst den Juden – also Gottes auserwähltem Volk. Jedoch will er alle Menschen in diesen guten Plan einbeziehen.


Gottes Hoffnung weckender Plan ist viel größer, als wir erfassen. Wer Gott vertraut und sein kostbares Angebot annimmt, mit dem möchte Gott noch immer seine guten Ziele erreichen. Dazu fordert Jesus uns zum Teamwork heraus. Jedoch ist ein Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ansichten mühevoll. Es war damals schwierig zwischen Juden- und Heidenchristen; es ist heute eine Herausforderung mit anderen Komponenten in unserem Umfeld. Bei Jesus ging es nie um Nivellierung guter Erkenntnisse und um Verschweigen der Wahrheit zugunsten der Gemeinschaft. Die Herausforderung heißt, gemeinsam die Wahrheit zu suchen und lebenslang korrekturbereit zu bleiben. Denn es geht um unseren Gott, der selbst Wahrheit ist und Teamwork will.


Jesus ermöglicht hoffnungsvolle Entwicklungen: Wo Menschen gemeinsam für praktische Umsetzung von Gottes guten Werten kämpfen, entsteht Gutes. Es waren beispielsweise christliche Werte, die vor mehr als 200 Jahren eine kleine Gruppe britischer Bürger motivierte, für die Abschaffung der Sklaverei zu kämpfen.


Für Probleme unserer Zeit gibt es punktuelle Hoffnung, denn mit Gottes Hilfe kann positive Entwicklung beginnen: in Wissenschaft und Wirtschaft, bei der Durchsetzung der Menschenrechte, in Kunst und Politik. Manchmal scheint dennoch das Böse zu siegen. Erinnern Sie sich: Der gütige Schöpfergott lässt Menschen eigenverantwortlich mit seinen Ressourcen wirtschaften. Er lässt Menschen auch Böses gestalten. Aber er möchte, dass möglichst viele einsehen, wohin das führt.

In unserer postmodernen Gesellschaft vertreten leider viele Menschen ein atheistisches Weltbild. Sie kommen dadurch zu der Überzeugung, dass es ohne einen Gott keine absolute Wahrheit geben kann und dass all unsere guten Werte ein Produkt unserer Einbildung sind. Im tiefsten Herzen zweifelt jeder Mensch daran, weil jeder ein Gewissen hat (vgl. Etappe R11). Bitte finden Sie die Wahrheit heraus, suchen Sie Gott mit all Ihren Möglichkeiten. Denn Jesus gibt uns Hoffnung über dieses Leben hinaus:


Mit allen Menschen, die ihm dienen, möchte Gott Gutes in Vollkommenheit und Sündlosigkeit gestalten. Jesus wird wiederkommen. Dann wird er die Sünde, all das Böse, das uns von Gott trennt, endgültig richten und ausschalten: „Es kommt der Spross, der aus der Wurzel Isais hervorwächst. Er steht auf, um über die Völker zu herrschen. Auf ihn werden sie hoffen.“ Jesus ist Gott. Er ist die Quelle echter und tragfähiger Hoffnung.


Tamara Schüppel

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