top of page

H06 Was sagt Gott Ihnen …

vor 1 Stunde
4 Min. Lesezeit

 

Wir wollen selbstständig mit Gottes Wort arbeiten.
Wir wollen selbstständig mit Gottes Wort arbeiten.

durch den folgenden Bibeltext? Wenn Sie Jesus-Nachfolger sind, dann sind Sie gefragt – genau wie ich und jeder andere Christ. Denn wir sollen in unserer Gottesbeziehung stark und erwachsen werden. Deshalb wollen wir heute selbstständiges Arbeiten mit Gottes Wort üben. – Vielleicht sind Sie auf Erkundungstour als kritisch Interessierte oder als skeptischer Sucher? Kommen Sie gern mit, das lohnt sich auch für Sie!

 

Zuerst lesen wir den zu erkundenden Bibeltext: 


5 Denn nicht Engeln hat er [Gott] die künftige Welt, von der wir reden, unterworfen,

6 vielmehr ist an einer Stelle bezeugt: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, dass du seiner dich annimmst?

7 Du hast ihn für kurze Zeit niedriger gestellt als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt,

8 alles hast du ihm unter die Füße gelegt.“ Denn als er ihm das All unterwarf, hat er ihm alles ohne Ausnahme unterworfen. Zwar sehen wir jetzt noch nicht, dass ihm das All unterworfen ist,

9 wohl aber sehen wir den, der für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war: Jesus, der, weil er den Tod erlitten hat, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt wurde, damit er durch Gottes Gnade für jeden den Tod geschmeckt habe.

10 Denn ihm, um dessentwillen das All ist und durch den das All besteht, entsprach es - wenn er viele Söhne und Töchter in die Herrlichkeit führen wollte -, den, der ihnen zum Heil voran- gehen sollte, durch Leiden zur Vollendung zu bringen.

11 Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab. Aus diesem Grund scheut er sich nicht, sie Brüder und Schwestern zu nennen

12 und zu sagen: „Ich werde deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde werde ich dich loben.“

13 Und an anderer Stelle: „Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen.“ Und an wieder anderer Stelle: „Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat.“

 

Die Bibel, Brief an die Hebräer 2,5-13 (Übersetzung: Zürcher Bibel 2007) 

 

Wir beginnen am besten damit, dass wir Gott um seine Hilfe bitten und anschließend den Text genau lesen. Lesen Sie möglichst mehrfach, vielleicht in verschiedenen Übersetzungen. Damit wir den Text besser verstehen, können wir beispielsweise eine Übersetzung nutzen, die unserem heutigen Sprachgebrauch mehr angepasst ist. siehe dazu Anmerkung [a] 

 

Testen Sie sich im Anschluss gern selbst: Geben Sie den Inhalt in einer kurzen Zusammenfassung wieder.

 

Ich gehe davon aus, dass die Bibel, also auch dieser Text, von Gott inspiriert ist. Das bedeutet, dass Gott die Menschen, die wir als Schreiber seines Wortes kennen, ganz besonders geführt hat. Die Textaussagen sind in ein konkretes kulturelles und historisches Umfeld eingebettet. Zugleich sind sie auch für uns relevant. Denn Gott spricht durch sein Wort zu jedem, der es hören will. Deshalb können wir üben, einige Fragen zu stellen und konkrete Antworten im Text zu suchen:

 

  • Verse 5-9: Es wird eine zukünftige Welt, eine Neuschöpfung, geben. Mit diesem Fakt wurden wir bereits in Etappe H04 konfrontiert. Gott unterstellt diese Neuschöpfung nicht Engeln sondern wem? Wer ist der besondere Mensch, auf den das alttestamentliche Zitat speziell und erheblich umfassender angewendet wird? Was bedeutet diese Aussage in Bezug auf die Rangordnung gegenüber anderen übernatürlichen Wesen? An wem sollten wir uns demzufolge orientieren?

  • Die in Etappe H04 beschriebene Dreieinheit Gottes wird hier bereits vorausgesetzt. [b]  Erinnern wir uns: Jesus und Gott, der Vater, sind untrennbar miteinander verbunden wie Sohn und Vater. Sie haben das gleiche göttliche Wesen. Es geht um den einen Gott, der uns durch Jesus nahekommt. Vielleicht erscheint unser Text schwierig, weil diese Dreieinheit menschliches Vorstellungsvermögen übersteigt. – Wo finden Sie im Text Hinweise auf die enge Verwobenheit von Gott, dem Vater, und Jesus? 

  • Verse 10-13: Der heilige und gerechte Schöpfergott nennt Menschen seine Brüder und Schwestern. Wie kommen wir dazu? Wo finden Sie Ihre Antwort konkret im Text bestätigt?

 

Manche Frage, die Sie und mich zu diesem Text bewegt, ist jetzt sicher nicht erschöpfend beantwortet. Aber vielleicht sind für Sie eine oder mehrere Textaussagen ins Blickfeld gerückt:  

 

  • Wenn diese Textaussage wahr ist, wie verändert das meine Sicht über Gott?

  • Wenn Jesus, der menschgewordene Gottessohn, sich nicht schämt, uns seine Geschwister zu nennen: Wie will ich auf diese unverdiente Erhöhung reagieren? Heute? Zukünftig?

 

Haben Sie im Bibeltext etwas Wichtiges erkundet? Es kann Mühe machen, Gottes Reden zu hören. Vielleicht haben Sie auch unterwegs aufgegeben. Wie auch immer Ihr Ergebnis jetzt aussieht: Reden Sie konkret mit Jesus darüber. Und bleiben Sie dran an Jesus.

 

Schreiben Sie mir gern. Demnächst verrate ich Ihnen, was für mich heute besonders wichtig ist.

 

Tamara Schüppel

___________________________ 

Anmerkungen

[a]  Als sehr genaue Übersetzungen empfehle ich die Zürcher Bibel, die Einheitsübersetzung, die Lutherbibel oder die Elberfelder Übersetzung: https://www.bibleserver.com/ZB.EU.ELB.LUT/Hebr%C3%A4er2%2C5-13

Unserer heutigen Sprache mehr angepasst und dennoch recht genau übersetzt sind beispielsweise die Neue Evangelistische Übersetzung oder die Neue Genfer Übersetzung: https://www.bibleserver.com/Ne%C3%9C.NG%C3%9C/Hebr%C3%A4er2%2C5-13 


[b]     Dreieinheit, auch Dreieinigkeit oder Trinität: Gott, der Vater, vertraut dem Sohn Jesus grenzenlos und gibt ihm alle Macht und Freiheit; Gottes Geist wohnt uneingeschränkt in Jesus. Diese unlösbare Zusammengehörigkeit nennen Christen Dreieinheit: ein Gott und doch drei Personen. Vergleichen Sie dazu gern Hebräer 1,5 und die Erläuterungen in Etappe H04

 

Alttestamentliche Zitatquellen zum Text Hebräer 2,5-13

Wenn Sie diese Zitatquellen nachschlagen, merken Sie, dass Gott dem Schreiber des Hebräerbriefes eine erweiterte Sicht ermöglichte: Jesus ist nicht einer von vielen Menschen; er ist der einzigartige, ganz besondere Mensch, der zugleich Gottes Sohn ist. Das arbeitet der Schreiber gezielt heraus.

  • Hebräer 2,6-8: Psalm 8,5-7

  • Hebräer 2,12: Psalm 22,23

  • Hebräer 2,13: Jesaja 8,17-18



Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page