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H07 Um Ihr Wohlergehen besorgt

vor 17 Stunden
4 Min. Lesezeit

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Jesus ist besorgt um Sie!
Jesus ist besorgt um Sie!

Wir haben Vorrecht auf eine herausragende Sonderstellung bei Gott: Jesus nennt nicht Engel seine Brüder und Schwestern, sondern die Menschen, die ihm vertrauen. Der Gottessohn will eine persönliche Beziehung mit denen gestalten, die ihn als Retter anerkennen. Das ist doch eine unfassbare Ehre für Geschöpfe, die der gerechten Todesstrafe nur durch Jesu Schuldübernahme entkommen können. Während der vorhergehenden Etappe habe ich mir wieder einmal Zeit genommen, um darüber zu staunen. Mich beeindruckt, dass Jesus diese enge Beziehung mit uns eingeht.

 

Wie setzt sich Jesus für uns ein? Darüber erfahren wir mehr im folgenden Bibeltext:

 

Da nun die Kinder allesamt Anteil haben an Fleisch und Blut, hat auch er in gleicher Weise daran teilgehabt, um so durch den Tod den zu entmachten, der die Macht hat über den Tod, nämlich den Teufel, und alle zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ein Leben lang in Knechtschaft gehalten waren.

Denn er nimmt sich doch nicht der Engel an, nein: der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.

Daher musste er in allem den Brüdern und Schwestern gleich werden, um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu werden und so die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn dadurch, dass er gelitten hat und selber versucht worden ist, vermag er denen, die versucht werden, zu helfen.

Die Bibel, Brief an die Hebräer 2,14-18 (Übersetzung: Zürcher Bibel 2007)

 

Kennen Sie die Angst vor Tod und Sterben? Der Gedanke ist bedrückend, denn wir kommen nicht raus aus dem Teufelskreis von Leid und Sterben. Jesus weinte einmal angesichts dieser menschlichen Tragödie. (vgl. Johannes 11,35)  Jedoch sieht er eine Gefahr für uns, die noch weitreichendere Folgen hat: Ohne Versöhnung mit Gott bleibt uns nach dem Tod nur die ewige Gottesferne. In Gottes Wort wird das als der zweite, der ewig andauernde Tod bezeichnet. Wir sind versklavt an den Machthaber über das Böse und merken das oft nicht einmal. Wir haben uns an diesen Zustand gewöhnt und interessieren uns weithin kaum für den guten Schöpfergott. Gehen wir deshalb mit diesem Sklaventreiber, dem Teufel, in Gottes gerechtem Gericht zugrunde? Das ist eine schreckliche Konsequenz.

 

Doch Gott selbst versprach eine Lösung für unseren aussichtslosen Zustand. Zur Erinnerung an Gottes Bund hatte der Hohepriester im Judentum damals ein wichtiges Amt: Einmal im Jahr ging er mit dem Blut eines Opfertieres ins Allerheiligste des Tempels. (vgl. Leviticus 16) Das Tieropfer war ein Sinnbild, denn ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung der Sünden.

 

Jesus füllte dieses Sinnbild mit Leben: Der Gottessohn gab seine eigene Herrlichkeit auf, um uns zu helfen. Jesus wurde selbst das einmalige und endgültige Opfer für die Sünden der Menschen. Er starb am Kreuz und hat so den Fluch durchbrochen: Jesus hat uns befreit von dieser Macht des Bösen, der wir allein nicht entkommen. Niemand muss mehr unter der grausamen Herrschaft des Bösen sein Dasein fristen. Jesus lässt jeden Menschen selbst wählen: Wollen wir ihm vertrauen?

 

Da Jesus selbst Mensch war und vom Teufel versucht wurde, kennt er unsere Schwierigkeiten: Auch als Christen fallen wir manchmal auf die falschen Versprechungen des Teufels herein. Die klingen teilweise überraschend fromm – so wie damals bei Jesus (vgl. Lukas 4,1-13):  

  • Manchmal setzen wir uns und andere unter Druck. Wir wollen Großes für Gott tun und merken zunächst selbst nicht, dass wir Gottesbeziehung mit Religionsausübung verwechseln. Es stimmt, dass sich an unseren Taten zeigt, ob unsere Gottesbeziehung echt und aktiv ist. Aber sowohl mit unseren Möglichkeiten als auch mit der Ausführung guter Taten sind wir von Gottes Gnade abhängig. Das bedeutet, dass wir gelassen tun können, was uns an Gutem möglich ist. Wollen wir mit Jesus darüber sprechen und ihm vertrauen?

  • Manchmal werden wir müde oder verunsichert in unserer Gottesbeziehung: Lohnt es sich überhaupt, wenn wir uns intensiv für Gottes gute Wege abmühen? Die Erstleser des Hebräerbriefes waren gerade sehr verunsichert, ob sie ihr Leben aufs Spiel setzen sollten. Wenn sie leugnen würden, Jesus als ihrem Retter zu dienen, dann – ja, was hätten sie dann eigentlich gewonnen und was verloren? Kurzzeitige, scheinbare Erleichterung gegen ewige Gottesbeziehung in Gottes vollkommener Welt?

 

Auch mit Jesus durchleben wir Leid, auch mit Jesus müssen wir sterben. Mitten in unserem Alltag, der uns vielleicht herausfordernd oder bedrohlich erscheint, können wir aufblicken zu Jesus:

=>  Wir können mit ihm über Fragen, über Angst und Sorgen sprechen. Der auferstandene Jesus versteht unsere Angst, denn er hat sie selbst durchlitten. (vgl. Markus 14,32-42) 

=>  Wir dürfen ihm unsere Schuld gestehen und um Vergebung bitten. Jesus ist unser wohlwollender und mitfühlender Anwalt.

=>  Manchmal sehen wir den nächsten Schritt nicht. Er behält den Überblick und ist fähig, uns zu helfen. Jesus hat Gutes für uns im Blick, auch wenn wir Böses erleben müssen. (vgl. Römer 8,28)

 

Wollen wir Jesus vertrauen? Sprechen wir immer wieder mit ihm über unsere Situation!

 

Tamara Schüppel

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