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J19 Willst du gesund werden?

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Willst du gesund werden?
Willst du gesund werden?

Das fragt Jesus einen Mann, der seit 38 Jahren unter seiner Krankheit leidet. Weshalb stellt er diese Frage?

Einige Zeit später ging Jesus zu einem Fest nach Jerusalem hinauf. Dort gab es in der Nähe des Schaftores eine Teichanlage mit fünf Säulenhallen, die auf Hebräisch „Betesda“ genannt wird. In diesen Hallen lagen Scharen von kranken Menschen, Blinde, Gelähmte, Verkrüppelte. Einer der Männer dort war seit achtunddreißig Jahren krank. Als Jesus ihn sah, wurde ihm klar, dass er schon lange krank war, und er fragte ihn: „Willst du gesund werden?“ „Herr“, erwiderte der Kranke, „Ich habe niemand, der mir hilft, in den Teich zu kommen, wenn das Wasser bewegt worden ist. Und wenn ich es selbst versuche, kommt immer schon ein anderer vor mir hinein.“ „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“, sagte Jesus da zu ihm. Im selben Augenblick war der Mann geheilt. Er nahm seine Matte und ging los. Das geschah an einem Sabbat.

Die Bibel, Johannes-Evangelium 5,1-9


Betesda ist eine historisch belegte Stätte in Jerusalem. Der Name bedeutet übersetzt ‚Haus der Barmherzigkeit‘. Archäologen fanden Reste der hier beschriebenen Säulenhallen. Aber wieso wurden Menschen durch das Wasser gesund und was hat es mit der Bewegung des Wassers auf sich? Das erfahren wir nicht genauer. Der Focus dieses Bibeltextes liegt auf einem anderen Aspekt, der für uns bis heute von Bedeutung ist:


Jesus geht an die Stätte des Elends und der Verzweiflung. Haben Sie schon mal um Heilung gebetet? Jesus sieht meine und Ihre Verzweiflung. Er hört, wenn wir beten. Aber manchmal verstehen wir seine Antwort nicht: Von all den Kranken damals wurde ein einziger Mann gesund. Und auch heute können wir nicht behaupten, dass Jesus alle Krankheiten und Nöte dieser Erde heilt, wenn wir zu ihm beten.


Erinnern wir uns an Etappe J18: Jesus seufzte darüber, wenn Menschen ihn nur wegen übernatürlicher Zeichen akzeptierten. Sein Ziel ist demgegenüber das vollkommene Heilwerden der Menschen – und das beginnt bei der Beziehung zu Gott. In Kafarnaum half Jesus dem Beamten: Sein Sohn wurde gesund. Hier in Jerusalem hilft Jesus diesem Mann, der schon seit 38 Jahren krank war. Diese Leute erlebten Jesus als Gott, weil sie aktiv wurden, obwohl sie vieles noch nicht verstanden.


Durch übernatürliche Zeichen dokumentiert Jesus seine Allmacht, seine Göttlichkeit. Er zeigt uns seine Freundlichkeit, seine Barmherzigkeit, seine Liebe. Nicht jeder erlebt ein Wunder wie der einzelne Kranke in Betesda, der plötzlich gesund wurde. Mancher steht daneben und ist noch immer krank.


Aber Jesus fragt jeden von uns „Willst du gesund werden?“ Er denkt dabei in einem viel größeren Zusammenhang: Gesundheit ist sehr wertvoll. Jesus weiß, wie furchtbar Leiden sein kann. Dennoch ist Gesundwerden im menschlichen Sinn nur ein punktuelles Heilwerden: nicht beständig und nicht vollkommen. Denn wir alle wissen, dass wir eines Tages sterben werden. Wenn wir behaupten, dass diese Gesundheit unser höchstes Gut ist, dann sind wir in Gottes Augen sehr kurzsichtig. Für ihn sind 1000 Jahre wie ein Tag (vgl. Psalm 90,4). Jesus hat die Ewigkeit im Blick und möchte unseren Blick weiten. Er will uns zeigen, was wirklich zählt. Er zwingt uns nicht, er fragt „Willst du gesund werden?“ – Und anders als wir meint Jesus Gesundheit auf lange Sicht, Gesundheit ganzheitlich und völlig unbedroht. Der Weg dahin ist Gottesbeziehung.


Es ist nicht schlimm, wenn wir Jesus noch nicht so gut verstehen. Er möchte uns gern weiter coachen - wie damals den Beamten und den Kranken von Betesda. Er bringt uns Glauben bei: Schritt für Schritt im Vertrauen auf Jesus – in eine ewige Zukunft mit ihm. Sind Sie dabei?

Mancher kehrt Gott den Rücken, weil der nicht so ist, wie man sich ihn vorgestellt hatte. Manchem ist das kleine Glück des Augenblicks viel wichtiger als die Ewigkeit. Jesus überlässt jedem die Entscheidung.


Der Kranke in Jerusalem vertraute Jesus und wurde gesund. Und wie ging es mit ihm weiter? Kommen Sie mit zur nächsten Etappe. Und beginnen Sie am besten gleich mit ‚coaching by Jesus‘. Tun Sie, was Sie verstanden haben. Wenn Sie in Gottes Sinn gesund werden wollen, müssen Sie aktiv werden.

Tamara Schüppel

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