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R35 Leid und Tod für Jesus-Nachfolger?

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Leid und Tod für Jesus-Nachfolger?

Jesus-Nachfolger gehören mit Gottes Geist untrennbar zu Gott (vgl.Etappe R33). Diese Gotteskindschaft äußert sich zunächst im geistlichen Bereich: Denken und Tun verändern sich, weil wir uns von Gottes Geist zum Guten bewegen lassen wollen. Aber auch unser Körper bleibt nicht für immer der Vergänglichkeit preisgegeben (vgl.Etappe R34). Im folgenden Bibeltext beschäftigt uns dieser Gedankengang näher:


Wenn wir aber Kinder sind, dann sind wir auch Erben, Erben Gottes und Miterben mit Christus, die jetzt mit ihm leiden, um dann auch an seiner Herrlichkeit teilzuhaben.

Übrigens meine ich, dass die Leiden der jetzigen Zeit im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns sichtbar werden wird, überhaupt nicht ins Gewicht fallen. Die gesamte Schöpfung wartet ja sehnsüchtig auf den Tag, an dem die Kinder Gottes in ihrer ganzen Herrlichkeit erkennbar werden. Denn alles Geschaffene ist der Vergänglichkeit ausgeliefert – unfreiwillig. Gott hat es so verfügt. Es gibt allerdings Hoffnung: Auch die Schöpfung wird einmal von dieser Versklavung an die Vergänglichkeit der Kinder Gottes befreit werden. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis heute unter ihrem Zustand seufzt, als würde sie in Geburtswehen liegen. Aber nicht nur das, sondern auch wir selbst, denen Gott doch schon seinen Geist geschenkt hat – als die erste Gabe des neuen Lebens –, auch wir seufzen innerlich und erwarten sehnsüchtig das Offenbarwerden unserer Kindschaft: die Erlösung unseres Körpers.

Die Bibel, Römer 8,17-23

Zitatangabe Bibel: Benutzen Sie gern die Erläuterungen im Bibel-Navigator.


Paulus, der im Namen Gottes diesen Brief an die Christen in Rom schreibt, war zu dem Zeitpunkt ein reifer Jesus-Nachfolger. Er hatte den Hass der Menschen bis aufs Blut erfahren, er kannte Hunger und Durst, Todesgefahren, er litt unter Naturgewalten wie Hitze und Kälte… (vgl. 2.Korinther 11,23-28). Dennoch schreibt er, dass all jene Leiden „überhaupt nicht ins Gewicht fallen“ im Vergleich zu der Herrlichkeit, welche die Jesus-Nachfolger bei Gott erwartet.


Aber warum lässt Gott seine Kinder Leid erleben?


Wegen dieser berechtigten Frage starten wir einen Exkurs, ohne die Vollständigkeit der Argumente anzustreben:

Als sich die ersten Menschen gegen Gott entschieden, begrenzte Gott ihre Möglichkeiten, um sie zunächst vor weiteren Entscheidungen mit furchtbaren Folgen zu bewahren. Er warf die Menschen aus dem Garten Eden, damit sie nicht sofort das ewige Dasein in der Versklavung der Sünde besiegeln konnten (vgl. Genesis 3,22-23). Das Todesurteil, das auf die Trennung von Gott folgt, erleben wir täglich: Tier- und Pflanzenwelt zeigen neben genialen Hinweisen auf den Schöpfer auch grausame und leidvolle Aspekte. Alles, was uns umgibt, ist der Vergänglichkeit, also dem Tod, unterworfen.

Aber Gott wollte keine ewige und vollständige Gottesferne für die Menschen, die ihm den Rücken gekehrt hatten. Deshalb kreierte er eine zweite Chance: Jesus ist der Retter und Erlöser für sündenverdorbene Menschen. In unserem Bibeltext erfahren wir, dass es auch Rettung für die Schöpfung geben wird. Alle Naturkatastrophen sowie alle menschengemachten Umweltprobleme werden ein Ende haben. Derzeit lässt Gott jedoch die gesamte Schöpfung und auch seine Kinder in der Versklavung der Vergänglichkeit, damit möglichst viele Menschen seine Rettung annehmen (vgl. Johannes 17,15-20; Matthäus 24,9-14). Deshalb schickte Jesus alle seine Nachfolger mit einem Auftrag los: Wir sollen vielen weiteren Menschen Gottes große Liebe und sein geniales Angebot durch Wort und Tat glaubhaft begreiflich machen (vgl. 2.Korinther 5,20; 2.Timotheus 1,7-12; Matthäus 28,16-20).


Als Hilfe gegen Härten des Lebens wird in unserem Umfeld Autosuggestion in vielerlei Form angeboten. Es beginnt schon im Kindergarten mit Yoga, „Traumreisen“ oder ähnlichen Methoden. Hingegen muss ich mir nichts vormachen. Probleme wie Tod, Angst, Leid, Krankheit und Hass umgeben uns real und werden durch Autosuggestion nicht kleiner.


Ich bin mit dem im Bunde, der all diese Probleme lösen wird. Auch wenn ich manchmal seufze, weil Leid heftige Schmerzen verursacht: Jesus begleitet mich schon jetzt und gibt mir seinen Geist als erste Gabe des neuen unvergänglichen Lebens in Gottes Herrlichkeit.


Welche Hoffnung haben Sie angesichts des Todes und des Leides? Wie zeigt sich Ihre Hoffnung in Ihrem Umfeld?


Tamara Schüppel

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